— Renato Kaiser

Rauschdichten mit Amina Abdulkadir!

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 26. Januar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern), www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Amina Abdulkadir! Poetisch, humorvoll, tiefgründig und verspielt: Amina Abdulkadir mischt nun schon seit einigen Jahren die Schweizer Poetry Slam Szene auf. Ob Lyrik oder Prosa, ob komisch oder tragisch, ob Englisch, Deutsch oder Schweizerdeutsch: die junge Schweizer Künstlerin ist ein Tausendsassa im positivsten Sinne. Hier eine Kostprobe:

Am kommenden Montag, 26. Januar steht das nächste Rauschdichten vor der Tür. Wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern: Sam Hofacher, Christoph Simon, und mir, Renato Kaiser. Diese Monotonie der Grausamkeit mit wohltuender Diversität aufbrechen wird unser grossartiger Special Guest:

Amina Abdulkadir aus Basel!

Wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie eine Frau ist. Eine Frauenquote gibt es beim Special-Guest-Auswahlverfahren nicht. Die Rauschdichter haben ihre Political Correctness dermassen perfektioniert, dass sie mittlerweile Frauen und Männer gar nicht mehr voneinander unterscheiden können. Woher ich trotzdem weiss, dass sie (siehe oben) eine Frau ist? Gute Frage, du Schlaumeier! Die Antwort lautet: Weil ich sie gefragt habe. Ha! Und einem Special Guest glaube ich alles, was es mir sagt!

Wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie Veganerin ist.
Denn: Ob jemand lieber Äpfel oder doch lieber Vögel isst – oder beides – solange sie von alleine tot vom Baum fallen, ist den Rauschdichtern völlig egal. Nur Fuad, unser Gastwirt hat damit noch so seine Schwierigkeiten. Das klingt dann etwa so:

„Hey Fuad, üsn Special Guest isch denn übrigens Veganerin.“
„Was saisch du?“
„Veganerin!“
„Kenn ich nicht.“
„Sie isst kei tierischi Produkt!“
„Hä?“
„Jo si isst zum Bischpil kai Flaisch!“
„Was, sie isst kein Fleisch? Hahaha! Kein Problem, dann mach ich ihr Poulet.“

Und wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie hübsch ist.
Oder hübsch sein soll, angeblich. Uns wurde das ja nur erzählt. Rauschdichter achten nicht auf Oberflächlichkeiten. Das ist auch dringend notwendig. Wenn wir Rauschdichter uns untereinander von unseren atemberaubenden Äusserlichkeiten blenden liessen, könnten wir ja gar nicht genug wertschätzen, wie wunderschön wir innendrin sind!

Aus all diesen Gründen haben wir Amina Abulkadir nicht eingeladen. Eingeladen haben wir sie, weil wir ihre Texte und ihre Auftritte mögen. So einfach ist das. Sie dichtet über die Liebe und verliert dabei nie die Hoffnung. Sie schreibt über Ungerechtigkeiten, verliert dabei aber nie ihren Humor. Sie behandelt Persönliches, verliert dabei aber nie den Blick fürs Wesentliche. Und während sie all das macht, springt sie leichtfüssig von Prosa zu Lyrik, von Englisch zu Deutsch zu Schweizerdeutsch, von traurig zu lustig, von albern zu ernst und wieder zurück.

Aus all DIESEN Gründen haben wir Amina Abdulkadir eingeladen und wir sind sehr froh, dass sie zugesagt hat.Wenn Ihr da gleicher Meinung seid, wie die Rauschdichter, dann kommt vorbei, am Montag 26. Januar, Musigbistrot Bern, es lohnt sich! Und wenn Ihr die Gründe nicht so überzeugend findet… dann kommt trotzdem! Wir brauchen Euer Geld. Und ausserdem munkelt man, es sei eine ziemlich hotte Veganerin zu Gast…

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
im Namen der Rauschdichter