— Renato Kaiser

Hazel Brugger überlebt

Ganz ganz furchtbar…

… ist der Versuch, mittels eines drastischen Titels Leute dazu zu bringen, diesen Eintrag zu lesen. Wobei ich eigentlich nicht die Dramatik der Überschrift ausnutze, um die Leser an diesen Blog zu fesseln, sondern vor allem den Namen “Hazel Brugger”, der jedem Menschen, der an hervorragendem Text und Humor interessiert ist, nicht nur ein Begriff sein sollte, sondern auch Auslöser für eine unter anderem geistige Spontan-Ejakulation. Und davon gab es am vergangenen Montagabend einige, zumindest habe ich unzählige Rauschdichten-Zuschauer dabei beobachtet, wie sie laut aufgelacht, dann die Augen verdreht, mit der Zunge die Lippen benetzt, kurz aufgestöhnt, dann erschrocken die Augen wieder aufgerissen, sich besorgt zwischen die Beine geschaut, erleichtert gelächelt und verlegen um sich geschaut haben, nur um diesen Vorgang sofort und immer wieder zu wiederholen. Natürlich war das beim einen oder anderen nicht so, aber der eine oder andere ist ja auch ignorant und asexuell. Selbstverständlich stimmt auch das nicht. Ganz offensichtlich war an dem Abend niemand ignorant und asexuell (schliesslich haben alle die entsprechende Prüfung beim Eingang bestanden).

Wie dem auch sei, der Abend war ein voller Erfolg für alle Beteiligten (ausser vielleicht für die Frau, deren Toilettengang von Hazel Brugger kommentiert wurde, wobei: wem würde das nicht gefallen?) und die Rauschdichter (Sam Hofacher, Christoph Simon und ich) bedanken sich ganz herzlich.

Nächsten Monat öffnen wir der Masseneinwanderung Tür und Tor und importieren einen der lustigsten und schlausten Story-Teller im deutschsprachigen Raum, nämlich meinen wunderbaren Freund und Kollegen Christian Ritter aus Bamberg.

31. März 2014, 20:00 Uhr, Musigbistrot Bern, Mühlemattstrasse 48, Eintritt für Studenten 10 für normale Menschen 15.

Als Abschluss hier noch ein Schnappschuss einer jener raren Momente, in welchen Hazel Brugger ins Publikum schaut und mit beiden Händen performativ ausflippt. Ein Habitus, dem sie zum Wohle der überschäumenden Libido jedes einzelnen Zuschauers glücklicherweise selten nachgibt.
(Bei Christoph Simon, der von Hazel Brugger aus gesehen links am Fenster sitzt, ist übrigens der oben beschriebene Vorgang festgehalten beim Moment des erleichterten Lächelns)2014-02-24 21.45.59