— Renato Kaiser

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Tag "Rauschdichten"

Grossrauschdichten!

grossraumdichten marvin ruppert

(Foto: Marvin Ruppert)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 29. Mai 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 30. Mai 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

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Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 29. Mai in Biel und am Montag, 30. Mai in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich, Renato Kaiser. Diese zwei traurigen, einsamen Soloexistenzen mit doppelter Stimmkraft und Klangharmonie literarisch in den Arm nehmen wird das herausragende Poetry Slam Duo:

Grossraumdichten!

Liebe Rauschdichtenfreunde,

Was bin ich froh, dass wir uns nur von Weitem kennen! Ja nicht nur live, was die Distanz von der Bühne zur ersten Reihe angeht, sondern noch eine Stufe besser hier, wo wir ganz bequem in der virtuellen Welt, sagen wir mal, kommunizieren. Ich sage “Hallo!” und Ihr sagt nichts. Ist das nicht wunderbar? Ist das nicht herrlich unkompliziert? Ihr denkt Euch jetzt vielleicht: “Jaja, ist ja schon gut, was ist daran jetzt besonders?” Und ich sage: Ja natürlich ist das nicht Besonderes. Natürlich ist das normal. Finden wir! Aber das ist nicht überall so, meine Lieben, ja! In anderen Teilen der Welt herrschen da andere Regeln!
Zum Beispiel in Therwil im Kanton Basel-Landschaft! Ihr habt ja vielleicht mitbekommen, dass dort an der Schule zwei muslimische Schüler Ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen die Hand nicht mehr geben wollten. Das gab grossen Aufruhr und Diskussionen, die in der Zwischenlösung resultierten, dass die beiden, im Sinne der Gleichberechtigung, sowohl Lehrerinnen als auch Lehrern nicht die Hand geben mussten, bis man zu einer endgültigen Vereinbarung gekommen sei. Die ist nun endlich erfolgt und lautet: Die beiden muslimischen Schüler müssen von nun an sowohl Lehrerinnen als auch Lehrern zwingend die Hand geben. Wenn sie das nicht tun, kann das eine Busse von bis zu 5000 Franken zur Folge haben.

“Recht so!”, rufen da jetzt viele. “Keine Extrawurst für Muslime!”, und schmeissen noch den einen oder anderen halbgaren Cervelat- oder Schweinswurstspruch auf den Witzegrill. Und da möchte ich sagen: Ja natürlich soll man die Rechte der Frau schützen. Natürlich sind unglaublich viele religiös motivierte Verhaltensregeln ein Witz (Katholiken kugeln sich beim Beten auf Kirchenbänken regelmässig die Kniescheiben aus und darüber berichtet auch keiner!). Und natürlich kann so ein Handschlag Respekt bedeuten (sieht man – nicht nur, aber auch – bei all den 12- bis 24-teiligen Gangsta-Gruss-Extravaganzen auf dem Pausen- oder Basketballplatz). Aber doch auch nur, wenn beide das wollen!

Kommt doch auch immer auf die Hände an! Darum könnt Ihr zum Beispiel froh sein, dass Ihr mir die Hand nicht geben müsst.
Es ist nicht so, dass ich Schwitzhände hätte, nein, das nicht. Aber wenn ich mich besonders fest freue (und das würde ich bei Euch tun, ich liebe Euch!) schwitze ich aus meinen Handflächen eine Mischung aus Himbeersirup, Senf und Thousand Island Salatsauce! Und man sagt ja schon, die Geschmäcker seien verschieden, aber sowas muss man wirklich gern haben!
Und es nicht so, dass ich besonders haarige Hände hätte, nein, das nicht. Aber wenn ich sehr aufgeregt bin (und das wäre ich bei Euch, ich liebe Euch!) dann wachsen aus meinen Handinnenflächen ganz kleine dünne Widerhäkchen, mit denen ich das Gegenüber für ewig an mich binde oder zumindest für so lange, wie ich aufgeregt bin. Und das kann manchmal Stunden dauern! Wie anstrengend das wäre! Und auch heikel. Stellt Euch nur mal vor, ich begrüsse zwei Menschen nacheinander. Beim ersten würde ich eine Viertelstunde im Handschlag festhängen, beim zweiten nur zwei Minuten. “Aha”, würde der Zweite dann trocken sagen und sich weiter zwar nichts anmerken lassen. Aber in den künftigen Whatsapp-Nachrichten wären vielleicht einfach auf einmal nicht mehr ganz so viele Emoticons. Und das tut weh, ok!?

Darum eben: Seid mal froh, dass Ihr mir nicht die Hand geben müsst, es würde alles nur kompliziert machen.

Wen Ihr aber völlig unproblematisch und vor allem so euphorisch wie möglich begrüssen dürft, sind Tobi Heyel und Pauline Füg aka Grossraumdichten. Deren Hände sind nämlich einwandfrei, ach was sage ich, mehr als das: Wenn man die Hände von Grossraumdichtenberührt, wachsen einem augenblicklich kleine Einhornbabys zwischen den Fingern hervor, die einem mit ihren winzigen, warm schnaufenden Einhornbabymäulchen die Fingerkuppen liebkosen, bis ihnen in einer sanften Explosion (die sich an den Händen anfühlt wie wohlig warmes Einhornbabyniesen) winzig kleine Einhornbabyflügelentwachsen, mit denen sie Euch fortan und bis an den Rest Eures Lebens umkreisen und mit Marshmallowschokopuderorgasmozucker bestäuben.

Und damit wäre auch die Kunst dieses herausragenden Spoken Word Duos ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Das, was Grossraumdichten macht, ist literarischerMarshmallowschokopuderorgasmozucker. Falls Ihr Euch darunter nichts vorstellen könnt, sage ich es hier noch einmal mit verständlicheren, aber wohl kaum treffenderen Worten:

Tobi Heyel und Pauline Füg von Grossraumdichten verbinden hochstehende Sprachspielerei mit tiefsinniger Poesie. In ausgeklügelten Wortkaskaden sprechen sie – mal zusammen, mal einzeln, mal verzögert, mal synchron, aber immer aus einem Guss – dem Publikum aus dem Herzen und reden ihm gleichzeitig ins Gewissen, jedoch ohne dabei bevormundend, rechthaberisch oder überheblich zu sein. Dieser Balanceakt gelingt ihnen dank ihrer einzigartigen Mischung aus prägnanter Sprache, poetischer Gedankenwelt und schlauem Humor.
Und als würde das nicht schon reichen, beweisen sie in ihren Texten eine grosse natürliche Musikalität, die sie in ihren Auftritten und CD-Aufnahmen mit elektronischer Musik zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk vereinen.

Also… das heisst… sie… machen…

Literarischen Marshmallowschokopuderorgasmozucker?

Richtig.

Und das machen sie beim Rauschdichten und wir freuen uns sehr darüber! Mindestens so sehr freuen wir uns, wenn auch Ihr da seid, und zwar am 29. Mai im Le Singe in Biel und am 30. Mai im Musigbistrot im Bern, um die beiden mit den Handschlägen zu begrüssen, die Künstlerinnen und Künstler am liebsten sehen und vor allem hören, nämlich: ganz viel Applaus.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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April April! Remo Remo!

RemoRemoRauschdichto

(Fotos: Eki.Pix.)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 24. April 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 25. April 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

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Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 24. April in Biel und am Montag, 25. April in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich, Renato Kaiser. Diesen eitlen, ja fast schon hipsterigen Drang nach individueller Vornamensdiversität mit einer geballten Ladung Urschweizer Einheitsbenamung zerschmettern werden unsere Special Guests des Abends:

Remo und Remo!

Liebe Rauschdichtenfreunde,

Lasst Euch vom “April April” im Titel nicht verwirren: Das ist kein Witz. Also dass Remo und Remo kommen, ist kein Witz. Ich fand einfach, dass das schön klingt: “April April! Remo Remo!” Tut es ja auch. Und wäre vollkommen unproblematisch, wenn es nicht diesen 1. April gäbe und die unsägliche Tradition, an diesem Tag Streiche zu spielen, um – Achtung Achtung – witzig zu sein. Hahahahaublossabdu! Wer hat diese Tradition eigentlich erfunden? Gut, man könnte jetzt sagen, Hitler, klar, das geht immer. Aber hier stimmt es ja vielleicht sogar! War Adolf Hitler vielleicht nicht nur ein gescheiterter Maler, sondern auch ein erfolgloser Komiker? Hat er sein eines Ei vielleicht durch eine missglückte Slapstickeinlage am 1. April verloren? Und haben danach, keine Ahnung, vielleicht am 2. April, seine Freunde sich lustig darüber gemacht, ihn gegrüsst, mit erhobenem rechten Arm und ausgestrecktem kleinen Finger und laut “Sieg Ei!” gerufen? Sodass er – jähzornig wie er war – schrie: “Ab jetzt werden keine Spässe mehr gemacht! Nur noch am 1. April! Und nur unter meiner Aufsicht!” Fühlen sich deswegen alle April-Scherze so an, als hätte sie jener Kantilehrer erfunden, der auch immer einmal mit der Klasse in die Disco wollte? Ist der Aprilscherz nicht so etwas wie die OLMA des Humors? Die einen betrinken sich das ganze Jahr hindurch, regelmässig, sind geübt, trainiert und fallen daher an der Messe nicht weiter auf und die anderen rasten einmal im Jahr komplett aus, werden um 18 Uhr von der Security aus der Halle getragen und alle schütteln mit dem Kopf? Könnte es sein, dass wir eine April-Scherz-Security brauchen? Könnte es aber auch sein, dass mein 13-jähriges Ich es nie verkraftet hat, dass mein Schwarm mich damals mit feurigem Blick und mit dem einen oder anderen vielsagenden Zettelchen hinter die Turnhalle gelockt hat, mir befahl, meine Augen zu schliessen, meine Lippen zu spitzen, nur um mir dann ein faules Ei ins Gesicht zu drücken und dann mit der versammelten Klasse ein hämisches “April April” einzustimmen? Oder war das gar nicht ich, sondern Hitler? Oh mein Gott! Würde das heissen, dass es ohne Aprilscherz den zweiten Weltkrieg nie gegeben hätte?
Gut möglich! Hört auf mit Aprilscherzen. Wirklich.

Wie dem auch sei! Aprilscherze sind nicht das Thema und das launige Aprilwetter auch nicht, ganz im Gegenteil! Nichts mit: Mal so, mal so, nein! Remo! Bämm! Remo! Bumm! April, April, der macht, was er will? Nicht mit uns! Du heisst nicht Remo? Du kommst hier nicht rein! Und bevor ich mich komplett ins unheilige Land der schrecklichen Überleitungen hyperventiliere, sag ich Euch einfach:

Zwei mal Remo! Zwei Mal Slam! Zweimal Rampensäue aus Bern! Die Rauschdichter holen sich eine geballte Ladung Schweizer Vornamen mit grosser Bühnenwucht ins Haus. Remo Rickenbacher und Remo Zumstein gehören schon seit Jahren zu den prägenden Figuren der Schweizer Poetry Slam Szene und begeistern mit innovativer Bühnenpoesie.


Remo Rickenbacher, der Bühnenberserker aus Thun flüstert, zischt und schreit dem Publikum seine Slam-Dramulette entgegen, als ginge es um sein Leben. Dabei macht er weder halt vor unbequemen Themen noch vor irrwitzigen Ausflügen in die Absurdität. Er ist das Slam-Original aus Thun, moderiert dort den legendären Mokka-Slam und ist einer der treibenden Kräfte in der Schweiz, was die Förderung des Spoken Word Nachwuchs angeht – und ganz nebenbei Gewinner unzähliger Poetry Slams in der ganzen Schweiz.

Remo Zumstein, dieser aussergewöhnliche Spoken Word Virtuose aus Schliern bei Köniz ist der zurzeit beste Schweizer Slam Poet. So darf man sich schliesslich nennen, wenn man, wie er, die diesjährigen Schweizer Poetry Slam Meisterschaften gewonnen hat. Oder wenn man, wie wir, mit banalen Titeln die Werbetrommel rühren will. Und das wollen wir! Und mehr als das! Dieser Mann ist nicht nur Schweizer Meister und Poetry Slam Seriensieger, sondern vor allem ein hochtalentierter Wortspieler, Verslischmied und Geschichtenerzähler.

Die beiden werden Euch gefallen, das versprechen wir Euch. Ihr werdet Euch zu Boden werfen und schreien: “Remos! Wir brauchen mehr Remos!” Und Ihr werdet Recht haben! Mehr Remos! Weniger Aprilscherze! Mehr Remos! Weniger Weltkriege! Denn sind wir mal ehrlich: Hätte Hitler zum Vornamen Remo geheissen, wäre das alles nie passiert! Remo Hitler wäre immer der Liebling der Klasse! Remo Hitler kriegt kein faules Ei ins Gesicht, nein: Remo Hitler kriegt das Görl! Aber bestimmt nicht wegen des Nachnamens, nein! Weniger Hitler! Mehr Remo!

Jetzt reichts aber auch. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr und hoffen, dass Ihr zahlreich kommt, und zwar am Sonntag, 24.04. ins Le Singe oder am Montag 25.04. ins Musigbistrot.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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Genauere Infos folgen noch, was aber schon mal sicher stimmt:

Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

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Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 27. März 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 28. März 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Noah Klaus aus Berlin!
Einer der vielversprechendsten Poetry Slam Talente des deutschsprachigen Raums! Gewagte Satire mit hervorragendem Sinn für Pointen und gekonnter Balance zwischen Tiefgang und Albernheit.
Berlin-Brandenburg-Meister im Poetry Slam 2014.

Kein Rauschdichten-Joker!
Dieses Mal brauchen wir keinen Joker, denn: Pünktlich zum Oster-Special ist unser Stammrauschdichter und zweimaliger Poetry Slam Schweizer Meister Christoph Simon aus Bern wieder mit dabei!

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Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Ostersonntag, 27. März in Biel und am Ostermontag, 28. März in Bern! Richtig richtig, die Expansion nach Biel war erfolgreich und darum machen wir das einfach weiter! Auch und gerade an Ostern! Aber dazu unten mehr. Das erste Mal seit langem sind wieder alle Rauschdichter vereint, und zwar: Christoph Simon,Sam Hofacher und ich, Renato Kaiser. Diese scheinheilige Dreifaltigkeit der dusseligen Nächstenliebe mit messerscharfem Verstand und alttestamentarischer Härte ins Lot bringen wird unser Special Guest:

Noah Klaus!

Liebe Rauschdichtenfreunde,

Ich bitte Euch ein wiederholtes Mal um Vergebung, denn: Ich bin schon wieder ziemlich spät dran! Schliesslich ist ja schon übermorgen Sonntag und überübermorgen Montag und ich komm erst jetzt mit diesem Newsletter! Schande über mich! Ich habe es verdient bestraft zu werden! Treibt mich vor Euch her! Beschimpft mich! Bespuckt mich! Schlagt mich! Das hat jetzt nichts mit Fetisch zu tun! Also auch! Aber darum geht es nicht! Es geht mir mehr um Folgendes: Ja, ich übernehme die Verantwortung! Ja, ich stelle mich! Ja, ich werde die andere Wange hinhalten! Aber: Nur im Le Singe und im Musigbistrot. Das einzeln bei Euch zu Hause zu machen, wäre zwar interessant, aber auch aufwändig. Darum treffen wir uns doch einfach am Sonntag in Biel und am Montag in Bern zum gemeinsamen Kaiserohrfeigenfestival, weniger Flash Mob, mehr so Slap-Mob, Jesus-style.

Dass ich so spät dran bin hat aber noch einen weiteren Grund. Leider leider musste unser ursprünglicher Special Guest Björn Högsdal aus Kiel kurzfristig absagen, das heisst: am letzten Dienstag (er wird ein anderes Mal kommen, verprochen). Darum habe ich in den letzten Tagen ein bisschen rotiert und hyperventiliert, kann jetzt aber einen ganz hervorragenden neuen Special Guest vorstellen und zwar diesen Jungen Herrn:
Noah Klaus aus Berlin!
Der Chlaus kommt zu Ostern und heisst Noah! Die Bibel implodiert! Wie dem auch sei:
Er ist einer der vielversprechendsten Poetry Slam Talente des deutschsprachigen Raums. Der weiss, wo die wirklich schönen Pointen sind, der benutzt sein Gehirn ziemlich fleissig, der beherrscht den Tanz auf der Rasierklinge der Satire einwandfrei, stets mit dem nötigen Respekt, aber nie mit Angst. Zumindest sieht man sie seinem Schlitzohrengesicht nicht an! Er ist schlau, lustig, unkonventionell, überraschend, bringt das Publikum gleichzeitig zum Grübeln und zum Toben und ist ausserdem Berlin-Brandenburg-Meister im Poetry Slam 2014. Und weitere Titel werden folgen. Ichschwör.

Überzeugt Euch selbst davon, am Ostersonntag im Le Singe in Biel und am Ostermontag im Musigbistrot in Bern. Gerade was das Musigbistrot angeht möchte ich noch hinzufügen: Die öffnen nur für uns den Laden! Die hätten eigentlich Osterferien! Jesus machte Wein aus Wasser, die Leute Musigbistrot machen die Türen auf für uns, wir trinken deren Wein wie Wasser, der Kreis schliesst sich, Ostern, yeah yeah! Aber ernsthaft: Wenn die uns schon extra in den Ferien reinlassen, sollten wir ihnen doch auch die Hütte vollmachen, ja? Ja? Ok. Denkt einfach an die Nächstenliebe. Und daran, dass Ihr mich ohrfeigen dürft.

Und daran, dass wir Euch freudig erwarten, sowohl in Biel als auch in Bern! Wir, das sind:Christoph Simon, Sam Hofacher, ich und unser grossartiger Special Guest Noah Klaus!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

 

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Suckut statt Spitzer

Datum: 25. Januar 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Der ursprüngliche Gast Thomas Spitzer ist leider kurzfristig ausgefallen. Dafür präsentieren wir folgenden hochtalentierten Mann:

Special Guest: Marvin Suckut aus Konstanz! Poetry Slam Seriensieger und humorvoller Storyteller. Einer der vielversprechendsten Vertreter der neueren Poetry Slam Generation, verbindet die wichtigen Themen des Lebens mit wilden Absurditäten aus seinem Kopf und bringt das alles mit grosser erzählerischer Lust auf die Bühne. Diese charmante Bühnenkanone steht zu Recht in der grossen Tradition der Konstanzer Poetry Slam Geschichte.

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Morgen Montag, 25. Januar, steht das nächste Rauschdichten vor der Tür, dieses Mal mit Sam Hofacher und mir, Renato Kaiser. Dieses zur Hälfte mit juvenilem Haarwuchs gesegnete Duo mit einer weiteren Denkerglatze in das Walhalla der Weisheit katapultieren wird unser Special Guest:

Marvin Suckut aus Konstanz!

“Ja aber was ist jetzt mit diesem Thomas Spitzer”, wird sich der oder die eine oder andere fragen. Und “auf den hab ich mich doch total gefreut, auf diesen Thomas Spitzer!”, würde er oder sie hinzufügen. “Der ist doch total obergeil, dieser Thomas Spitzer!” Und die meisten würden sich dann fragen: “Wer zur Hölle ist Thomas Spitzer?” Und dann würde ich antworten: Nun ja, dieser Thomas Spitzer, der ist ganz hervorragend, ein sehr lustiger Autor, eine Bombe auf der Bühne, wahrlich ein veritabler Traumgast, kein Thema. Aber leider ist er gross, blond, hat blaue Augen und kommt aus Deutschland. Und wir haben ja nicht grundsätzlich etwas gegen Arier. Aber mit diesem menschgewordenen feuchten Herrenmenschentraum würden wir doch wohl ein falsches Zeichen setzen. Wir haben ja nicht viele Grenzen beim Rauschdichten. Aber wir haben uns einmal geschworen: Alles, worauf sich Adolf Hitler gepflegt und bei Kerzenschein einen runterholen würde, kommt uns nicht ins Haus. Leider haben wir das erst spät gemerkt und mussten Thomas Spitzer daher so kurzfristig ausladen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Sobald er sich die Haare gefärbt, die Haut gebräunt und zudem nachgewiesen hat, dass seine Vorfahren ganz ursprünglich aus Afrika kamen, so wie bei uns allen, sind wir gerne bereit, ihn einzuladen. In der Zwischenzeit haben wir uns für den politisch korrekten und einzig richtigen Weg entschieden, nämlich für Marvin Suckut.
Der kommt zwar auch aus Deutschland, könnte aber türkische Wurzeln haben, mit dem Nachnamen. Ich meine: Wenn wir uns schon jemanden aus dem Norden holen, dann doch einen mit Migrationshintergrund. Einen immigrierten Immigranten. Zweimal Minus ergibt Plus. Man soll es mit dem Exotismus ja auch nicht übertreiben. Denn wenn Suckut ein türkischer Name ist, dann doch wenigstens ein deutschnaher. Schliesslich ist “Suckut” türkisch für “Sauerkraut”.
Ausserdem kommt der Mann aus Konstanz und ist somit fast schon Schweizer. Wahrscheinlich haben Sie ihn ja sogar schon einmal gesehen, damals, als Sie das letzte Mal mit einer Wagenladung Shampoo und Toilettenpapier zurück über die Grenze gefahren sind. Und wer weiss, vielleicht ist ja Suckut nicht einmal türkisch. Vielleicht ist das nicht einmal ein Nachname. Sondern ein Zweitname, mit dem seine Eltern zeigen wollen, wie toll sie ihren Sohn finden. Vielleicht haben sie ihren Sohn direkt nach der Geburt angeschaut und fanden: “Schau mal wie ckut der ausschaut! Suckut, um wahr zu sein!” Über Leute mit Sprachfehlern lacht man nicht!
Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum es denn überhaupt so politisch korrekt ist, Marvin Suckut einzuladen? Nun: Der Name Suckut kommt ursprünglich tatsächlich aus Schweden. Wir haben hier also einen Deutschen, der im grenznahen Einkaufsparadies der Schweiz wohnt, dessen Nachnamen ein bisschen türkisch klingt, der seine Wurzeln aber in Schweden hat und damit in dem Land, das die Amerikaner immer wieder mit der Schweiz verwechseln. Mehr Integration geht kaum. Ausserdem ist nichts so politisch korrekt wie Schweden.

Was ich eigentlich sagen wollte: Marvin Suckut schreibt nicht nur sehr lustige Texte und trägt sie so wunderbar vor, dass man ihm stundenlang zuhören möchte. Er ist auch nicht nur ein unfassbar sympathischer, charmanter Kerl, den man einfach um sich haben will. Und es geht auch nicht darum, dass er die gleiche Frisur hat wie ich und wir uns beim Rauschdichten pausenlos gegenseitig den Schädelflaum kraulen wollen (und werden), nein: Marvin Suckut ist ein Wikinger! Und das Rauschdichten braucht mehr Wikinger.

Darum kommt vorbei, morgen Montag, 25. Januar, zum Rauschdichten im Musigbistrot Bern, mit Sam Hofacher, mir, dem Rauschdichtenjoker Raphael Reift und unserem Special Guest aus Konstanz: Marvin Suckut.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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Bern, Brugg, Züri

Hier ein paar ausgewählte Termine, den Rest findet Ihr hier.

9. Januar: ICON Poet in der Turnhalle PROGR Bern

4 Autoren, 3 Minuten Zeit, 1 Spiel: der verrückte kleine Impro-Zirkus der Bühnenpoeterei. Dieses Mal mit Matto Kämpf, Nicolette Kretz, Paul Steinmann und mir. Alle weiteren Infos hier.

22. Januar: INTEGRATIONAL in Brugg

“Ein Abend für Schweizer, Deutsche, Ostschweizer, Löwenzähne und andere Randgruppen” mit dem Musiker Enrico Lenzin und mir im wundervollen Odeon Theater in Brugg. Zur Veranstaltung hier lang.

Integration fängt mit der Sprache an, sagen viele. Stimmt nicht, sagt Renato Kaiser: Integration fängt mit dem Dialekt an. Und er weiss wovon er spricht, denn er kommt aus St. Gallen und wohnt in Bern. Ein Schweizer mit Ostmigrationshintergrund. Der Jugo unter den Eidgenossen. Aber ist das Wort politisch korrekt? Also: Eidgenosse?
In seinem zweiten abendfüllenden Programm balanciert Renato Kaiser zwischen Vernunft und Wahnsinn, zwischen Vordergrund und Hintersinn, zwischen Ernst und Witz, ohne dabei je den Halt oder die Haltung zu verlieren. Mit einer Mischung aus Kabarett, Spoken Word und Musik trifft er zusammen mit dem Perkussionisten Enrico Lenzin ins Hirn, ins Herz und vor allem ins Zwerchfell.

 

25. Januar: Rauschdichten in Bern mit Special Guest Marvin Suckut (Thomas Spitzer fällt aus)

Jeden letzten Montag des Monats veranstalten Christoph Simon, Sam Hofacher und ich eine Lesebühne im Musigbistrot. Spoken Word, Slam Poetry, Kabarett und vieles mehr. Der diesmalige Gast Marvin Suckut aus Konstanz ist Poetry Slam Seriensieger, humorvoller Storyteller und einer der vielversprechendsten Vertreter der neueren Poetry Slam Generation. Weitere Infos hier.

29. Januar: “Renato Kaiser in der Kommentarspalte” bei den Promimüttern in Zürich

Was? Promimütter? Hä? Es gibt ein Dinner, es gibt mich, es gibt Charity für die Mütterhilfe! Was das alles soll? Ja schaut doch mal nach, ist was Gutes!

Würde mich natürlich sehr freuen, wenn Ihr alle kommen würdet. Regelrecht ausflippen würde ich. Mein Kater auch. Vielleicht würde er sogar für einmal aufstehen, wer weiss!

Gru Homepage

 

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Datum: 27. Juni 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Infos zu vergangenen Rauschdichten-Veranstaltungen.

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Datum: 29. Mai 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Special Guests: Grossraumdichten aus Deutschland
Eines der besten Spoken Word Teams der deutschsprachigen Poetry Slam Geschichte. Schlau, poetisch, hochmusikalisch und mit feinem Humor. Pauline Füg aus Würzburg und Tobi Heyel aus Stuttgart: Zwei Stimmen, eine Kunst – Elektropoesie der besten Sorte.

Rauschdichtenjoker: Michael Frei
Aufstrebender Wortspiel-Maniac aus Thun, Sieger des «Battle of Giants Slam» und damit Vertreter der Slamstadt Bern bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2016 in Stuttgart.

Zum Ankündigungstext hier lang.

grossraumdichten marvin ruppert

Foto: Marvin Ruppert

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Datum: 30. Mai 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guests: Grossraumdichten aus Deutschland
Eines der besten Spoken Word Teams der deutschsprachigen Poetry Slam Geschichte. Schlau, poetisch, hochmusikalisch und mit feinem Humor. Pauline Füg aus Würzburg und Tobi Heyel aus Stuttgart: Zwei Stimmen, eine Kunst – Elektropoesie der besten Sorte.

Rauschdichtenjoker: Michael Frei
Aufstrebender Wortspiel-Maniac aus Thun, Sieger des «Battle of Giants Slam» und damit Vertreter der Slamstadt Bern bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2016 in Stuttgart.

Zum Ankündigungstext hier lang.

grossraumdichten marvin ruppert

Foto: Marvin Ruppert

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Datum: 25. April 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Gäste: Remo Rickenbacher und Remo Zumstein

Ankündigungstext hier

RemoRemoRauschdichto

Fotos: Eki.Pix.

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