— Renato Kaiser

Archive
Tag "Rauschdichten"

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 30. März 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Ahne aus Berlin! Einer der bedeutendsten und beliebtesten Autoren der Berliner Lesebühnenszene, man munkelt sogar, er sei deren König. Wer ihn hört oder liest, kommt nicht umhin zu merken: das ist ein Grosser. Das weiss auch unser aller Schöpfer, spätestens seit Ahnes Klassiker „Zwiegespräche mit Gott”. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit.

Am kommenden Montag, 30. März steht das nächste Rauschdichten vor der Tür, wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern Christoph Simon, Sam Hofacher und mir, Renato Kaiser. Diese dreifaltige Trivialität weltlicher Monotonie mit übersinnlicher Korrespondenz segnen wird unser Special Guest:

Ahne aus Berlin!

Es ist ja nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Kontakt aufzubauen. Uns anzunähern. Den ersten Schritt zu machen. Aber auf uns hat Gott nie reagiert. Und wir haben wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, all unsere Stärken in die Waagschale geworfen. Auch ich bin mit gutem Beispiel vorangegangen. Gut, ich bin jetzt nicht in die Kirche gegangen, das nicht, aber ich habe gehört, dass er da auch gar nicht mehr lebt. Zu hoch, zu weit, kein Feng Shui, dafür übertriebene Heizkosten. Und ja, zu Hause gebetet habe ich auch schon lange nicht mehr. Aber das ist ja auch frustrierend, weil es da keine Häkchen oder ähnliche Zeichen gibt, die zeigen, dass er die Nachricht erhalten und gelesen hat. Und klar, Gott ist ja auch auf Facebook, aber dort müsste ich ihn zuerst liken und das will ich nicht tun, bevor ich ihn richtig kennengelernt habe. Aber: Ich habe Gott von Anfang an in den Newsletter vom Rauschdichten getan. Der Ball liegt also klar bei ihm. Des weiteren haben wir einmal Christoph Simon losgeschickt, der hat es aber nur bis knapp über die Strasse geschafft und ist bei Scientology gelandet. Nach mehreren Wochen Funkstille ist er zurückgekommen, seine Texte waren auf einmal unterhaltsam und lustig, er hat sie auswendig vorgetragen und ab und zu sogar Zuschauern direkt in die Augen geschaut. Klarer Fall von Gehirnwäsche, Christoph war raus. Dann fragte ich Sam, ob er was machen könnte, da er sich ja als babylonischer Turm unter den Menschen fast auf Augenhöhe mit Gott befinde. Er fühlte sich dabei aber wieder einmal auf seinen Körper reduziert und weigerte sich. Vielleicht wollte Sam Hofacher aber auch, als überzeugter Geisteswissenschaftler, einfach nicht aufstehen.

Aus all diesen Gründen haben wir den letzten Strohhalm ergriffen und den Mann eingeladen, der direkten Kontakt zu unserem Schöpfer pflegt, nämlich Ahne aus Berlin. Im Gegensatz zu mehr oder weniger bekannten Sprachrohren in die übersinnliche Welt, die in Fasnachtskleidern Jahr für Jahr Weltuntergänge prophezeien oder per Fernsehkartenspiel verlassene Seelen in den finanziellen Ruin treiben, scheint Ahne jedoch ein eher unaufgeregter Zeitgenosse zu sein. Wer sich seine Homepage anschaut, erfährt: “Ahne ist ein Mensch. Er ist da, weil er geboren wurde und noch nicht gestorben ist.“ Und weil er nunmal da ist, schreibt er wunderbare Bücher, seien es die „Zwiegespräche mit Gott“, in denen er in breitester Berliner Schnauze mit Gott über Themen wie Feierabend, Musik, den Mauerfall, Unendlichkeit und das gerollte R diskutiert, oder weitere Bücher schreibt, mit klangvollen Titeln wie „Am besten was Neues“, „Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe“ und „Wieder kein Roman“. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit, sowohl in seinen Büchern als auch in seiner Biographie: „Ahne hasst Menschen, die überall mitmachen und er liebt Musik, die man nicht ständig hört“. Wäre ich Gott, ich würde auch gerne mit Ahne reden.

Da Gottwerden aber total anstrengend ist, haben sich die Rauschdichter gedacht, laden sie sich Ahne einfach zu ihrer Lesebühne ein, dann können sie auch mit ihm reden. Und vor allem: ihm zuhören! Die Rauschdichter empfehlen Euch sehr, es ihnen gleich zu tun, darum kommt vorbei, am Montag, 30. März im Musigbistrot Bern!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter
und wahrscheinlich auch von Gott.

Read More

Datum: 30. März 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Infos zu vergangenen Rauschdichten-Veranstaltungen.

Read More

Datum: 30. März 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Infos zu vergangenen Rauschdichten-Veranstaltungen.

Read More

Datum: 30. März 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Ahne aus Berlin! Einer der bedeutendsten und beliebtesten Autoren der Berliner Lesebühnenszene, man munkelt sogar, er sei deren König. Wer ihn hört oder liest, kommt nicht umhin zu merken: das ist ein Grosser. So auch unser aller Schöpfer, spätestens seit Ahnes Klassiker „Zwiegespräche mit Gott”. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit.

Am Montag, 30. März steht das nächste Rauschdichten vor der Tür, wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern Christoph Simon, Sam Hofacher und mir, Renato Kaiser. Diese dreifaltige Trivialität weltlicher Monotonie mit übersinnlicher Korrespondenz segnen wird unser Special Guest:

Ahne aus Berlin!

ahne_09_c_tim_jockel_02Web(Fotograf Tim Jockel, copyright Voland & Quist)

Es ist ja nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Kontakt aufzubauen. Uns anzunähern. Den ersten Schritt zu machen. Aber auf uns hat Gott nie reagiert. Und wir haben wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, all unsere Stärken in die Waagschale geworfen. Auch ich bin mit gutem Beispiel vorangegangen. Gut, ich bin jetzt nicht in die Kirche gegangen, das nicht, aber ich habe gehört, dass er da auch gar nicht mehr lebt. Zu hoch, zu weit, kein Feng Shui, dafür übertriebene Heizkosten. Und ja, zu Hause gebetet habe ich auch schon lange nicht mehr. Aber das ist ja auch frustrierend, weil es da keine Häkchen oder ähnliche Zeichen gibt, die zeigen, dass er die Nachricht erhalten und gelesen hat. Und klar, Gott ist ja auch auf Facebook, aber dort müsste ich ihn zuerst liken und das will ich nicht tun, bevor ich ihn richtig kennengelernt habe. Aber: Ich habe Gott von Anfang an in den Newsletter vom Rauschdichten getan. Der Ball liegt also klar bei ihm. Des weiteren haben wir einmal Christoph Simon losgeschickt, der hat es aber nur bis knapp über die Strasse geschafft und ist bei Scientology gelandet. Nach mehreren Wochen Funkstille ist er zurückgekommen, seine Texte waren auf einmal unterhaltsam und lustig, er hat sie auswendig vorgetragen und ab und zu sogar Zuschauern direkt in die Augen geschaut. Klarer Fall von Gehirnwäsche, Christoph war raus. Dann fragte ich Sam, ob er was machen könnte, da er sich ja als babylonischer Turm unter den Menschen fast auf Augenhöhe mit Gott befinde. Er fühlte sich dabei aber wieder einmal auf seinen Körper reduziert und weigerte sich. Vielleicht wollte Sam Hofacher aber auch, als überzeugter Geisteswissenschaftler, einfach nicht aufstehen.

Aus all diesen Gründen haben wir den letzten Strohhalm ergriffen und den Mann eingeladen, der direkten Kontakt zu unserem Schöpfer pflegt, nämlich Ahne aus Berlin. Im Gegensatz zu mehr oder weniger bekannten Sprachrohren in die übersinnliche Welt, die in Fasnachtskleidern Jahr für Jahr Weltuntergänge prophezeien oder per Fernsehkartenspiel verlassene Seelen in den finanziellen Ruin treiben, scheint Ahne jedoch ein eher unaufgeregter Zeitgenosse zu sein. Wer sich seine Homepage anschaut, erfährt: “Ahne ist ein Mensch. Er ist da, weil er geboren wurde und noch nicht gestorben ist.“ Und weil er nunmal da ist, schreibt er wunderbare Bücher, seien es die „Zwiegespräche mit Gott“, in denen er in breitester Berliner Schnauze mit Gott über Themen wie Feierabend, Musik, den Mauerfall, Unendlichkeit und das gerollte R diskutiert, oder weitere Bücher schreibt, mit klangvollen Titeln wie „Am besten was Neues“, „Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe“ und „Wieder kein Roman“. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit, sowohl in seinen Büchern als auch in seiner Biographie: „Ahne hasst Menschen, die überall mitmachen und er liebt Musik, die man nicht ständig hört“. Wäre ich Gott, ich würde auch gerne mit Ahne reden.

Da Gottwerden aber total anstrengend ist, haben sich die Rauschdichter gedacht, laden sie sich Ahne einfach zu ihrer Lesebühne ein, dann können sie auch mit ihm reden. Und vor allem: ihm zuhören! Die Rauschdichter empfehlen Euch sehr, es ihnen gleich zu tun, darum kommt vorbei, am Montag, 30. März im Musigbistrot Bern!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter
und wahrscheinlich auch von Gott.

Read More

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 23. Februar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Julius Fischer! Einer der lustigsten und brillantesten Köpfe auf deutschsprachigen Bühnen. Julius Fischer ist ein Paradebeispiel dafür, was für literarische Bühnenbomben aus der Poetry Slam Szene entstehen können. Der Lessing-Preis-Träger liest Texte, er dreht Filmchen, er singt Lieder und das alles auf allerhöchstem Niveau. Deswegen ist er schon lange angekommen, und zwar: im Literaturbetrieb, im Fernsehen, auf den wichtigsten Bühnen Deutschlands und – jetzt endlich auch – bei der Lesebühne Rauschdichten.

Am Montag, 23. Februar um 20:00 steht das nächste Rauschdichten vor der Tür. Wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern: Sam Hofacher, Christoph Simon, und mir, Renato Kaiser. Diese finstere Dreifaltigkeit aus inexistentem bis traurigbraunem Haarschopf mit einem blonden Hauch heiligseidigen Engelshaars gleichzeitig beschämen und beglücken wird unser fantastischer Special Guest:

Julius Fischer aus Leipzig!

Dieser Mann ist Teil eines Poetry Slam Teams. Und dabei waren sein Partner André Herrmann und er nicht nur selbstbewusst und brachial genug, sich das „Team Totale Zerstörung zu nennen, nein. Sie waren auch so unbarmherzig und gnadenlos, diese Prophezeiung in die Tat umzusetzen. Sie haben heftig zerstört. Und das sogar zweimal. Julius Fischer darf sich deshalb zweimaliger Deutschsprachiger Poetry Slam Team Champion nennen. Das ist ziemlich geil.

Und:
Dieser Mann ist Teil einer Band. Ach was sage ich „einer Band“. Er ist Teil DER Band. „The Fuck Hornisschen Orchestra heisst sie. Zusammen mit seinem kongenialen Partner Christian Meyer hat er damit die deutschsprachigen Kleinkunstbühnen im Sturm erobert, dank Songs mit Titeln wie „Bahndammbrandmann“, „Wir weinen am liebsten im Sitzen oder „Hoffnung 3000“ und der besten DJ-BoBo-Parodie der Welt („Hope“). Das blieb auch vom Fernsehen nicht unbemerkt: „The Fuck Hornisschen Orchestra moderiert seit 2014 die MDR-Sendung „Comedy mit Karsten“. Julius Fischer ist also nicht nur im Fernsehen, sondern dazu auch noch Sänger, Gitarrist und Pianist in einer Band, die „Fuck“ im Namen trägt. Das ist auch geil.

Und:
Dieser Mann ist Teil eines Gerichtsstreits. Sein Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure hatte letztes Jahr eine Klage des „Wanderhuren-Verlags“ Droemer Knaur am Hals, und zwar mit folgendem Argument: Leser könnten beim Anblick von Julius Fischers Buch glauben, einen echten Band der Reihe „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz vor sich zu haben. Langer Rede kurzer Sinn: Droemer Knaur haben verloren, Julius Fischer hat gewonnen, Dummheit null, Satire eins. Sehr geil.

Aber:
Julius Fischer ist nicht nur einfach Teil von Dingen. Julius Fischer ist ein Teil! So ein richtiges Teil! Also so ein richtiges Teil! Ein Schwergewicht! Er wiegt schwer! Also: er wiegt schwer in der Poetry Slam- und Kabarettszene. Also er wiegt nicht körperlich schwer, sondern geistig. Im geistigen Sinne dafür aber sehr körperlich, also nicht korpulent, sondern körperlich im Sinne von Muskelpaket. Ein literarisch kabarettistischer Muskelprotz, so. Mit Muskeln im Kopf zum so brillant Denken und Muskeln im Hals zum so zauberhaft Singen und Muskeln im Arm zum so schön Gitarre- und Klavierspielen und Muskeln im Auge zum so scharf Beobachten und Muskeln im Ohr zum so genau Zuhören und Intonieren und Muskeln im Herz zum so feinfühlig poetisch wahr Sein und Muskeln in den Augenlidern zum Zwinkern und Muskeln in den Händen zum Winken und Muskeln im Nacken um sich das heiligseidige Muskelhaar aus dem muskulösen Gesicht zu werfen und Muskeln in den Waden und Muskeln in den Lippen und Muskeln in den – ich schweife ab.

Kurz gesagt:
Julius Fischer gehört zu den derzeit brillantesten Köpfen auf deutschsprachigen Bühnen. Ja, der Satz wiegt schwer, aber er ist wahr. Wie Julius Fischer selbst.

Julius Fischer ist Teil von vielem, aber vor allem ist er ein Teil für sich. Ein Teil für uns. Ein Teil für die Welt! Und vor allem, am 23. Februar, an diesem Abend, ein Teil der Lesebühne Rauschdichten. Wir freuen uns sehr, kommt vorbei. 20:00 im Musigbistrot Bern.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

 

Read More

Datum: 23. Februar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Weitere Infos hier:

(Foto Copyright Voland & Quist)

Julius_Fischer_Web

Read More

Datum: 26. Januar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern), www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Amina Abdulkadir! Poetisch, humorvoll, tiefgründig und verspielt: Amina Abdulkadir mischt nun schon seit einigen Jahren die Schweizer Poetry Slam Szene auf. Ob Lyrik oder Prosa, ob komisch oder tragisch, ob Englisch, Deutsch oder Schweizerdeutsch: die junge Schweizer Künstlerin ist ein Tausendsassa im positivsten Sinne.

Amina_Abdulkadir_Profil

Weitere Infos hier

 

Read More

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 26. Januar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern), www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Amina Abdulkadir! Poetisch, humorvoll, tiefgründig und verspielt: Amina Abdulkadir mischt nun schon seit einigen Jahren die Schweizer Poetry Slam Szene auf. Ob Lyrik oder Prosa, ob komisch oder tragisch, ob Englisch, Deutsch oder Schweizerdeutsch: die junge Schweizer Künstlerin ist ein Tausendsassa im positivsten Sinne. Hier eine Kostprobe:

Am kommenden Montag, 26. Januar steht das nächste Rauschdichten vor der Tür. Wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern: Sam Hofacher, Christoph Simon, und mir, Renato Kaiser. Diese Monotonie der Grausamkeit mit wohltuender Diversität aufbrechen wird unser grossartiger Special Guest:

Amina Abdulkadir aus Basel!

Wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie eine Frau ist. Eine Frauenquote gibt es beim Special-Guest-Auswahlverfahren nicht. Die Rauschdichter haben ihre Political Correctness dermassen perfektioniert, dass sie mittlerweile Frauen und Männer gar nicht mehr voneinander unterscheiden können. Woher ich trotzdem weiss, dass sie (siehe oben) eine Frau ist? Gute Frage, du Schlaumeier! Die Antwort lautet: Weil ich sie gefragt habe. Ha! Und einem Special Guest glaube ich alles, was es mir sagt!

Wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie Veganerin ist.
Denn: Ob jemand lieber Äpfel oder doch lieber Vögel isst – oder beides – solange sie von alleine tot vom Baum fallen, ist den Rauschdichtern völlig egal. Nur Fuad, unser Gastwirt hat damit noch so seine Schwierigkeiten. Das klingt dann etwa so:

„Hey Fuad, üsn Special Guest isch denn übrigens Veganerin.“
„Was saisch du?“
„Veganerin!“
„Kenn ich nicht.“
„Sie isst kei tierischi Produkt!“
„Hä?“
„Jo si isst zum Bischpil kai Flaisch!“
„Was, sie isst kein Fleisch? Hahaha! Kein Problem, dann mach ich ihr Poulet.“

Und wir haben Amina Abdulkadir nicht eingeladen, weil:
Sie hübsch ist.
Oder hübsch sein soll, angeblich. Uns wurde das ja nur erzählt. Rauschdichter achten nicht auf Oberflächlichkeiten. Das ist auch dringend notwendig. Wenn wir Rauschdichter uns untereinander von unseren atemberaubenden Äusserlichkeiten blenden liessen, könnten wir ja gar nicht genug wertschätzen, wie wunderschön wir innendrin sind!

Aus all diesen Gründen haben wir Amina Abulkadir nicht eingeladen. Eingeladen haben wir sie, weil wir ihre Texte und ihre Auftritte mögen. So einfach ist das. Sie dichtet über die Liebe und verliert dabei nie die Hoffnung. Sie schreibt über Ungerechtigkeiten, verliert dabei aber nie ihren Humor. Sie behandelt Persönliches, verliert dabei aber nie den Blick fürs Wesentliche. Und während sie all das macht, springt sie leichtfüssig von Prosa zu Lyrik, von Englisch zu Deutsch zu Schweizerdeutsch, von traurig zu lustig, von albern zu ernst und wieder zurück.

Aus all DIESEN Gründen haben wir Amina Abdulkadir eingeladen und wir sind sehr froh, dass sie zugesagt hat.Wenn Ihr da gleicher Meinung seid, wie die Rauschdichter, dann kommt vorbei, am Montag 26. Januar, Musigbistrot Bern, es lohnt sich! Und wenn Ihr die Gründe nicht so überzeugend findet… dann kommt trotzdem! Wir brauchen Euer Geld. Und ausserdem munkelt man, es sei eine ziemlich hotte Veganerin zu Gast…

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
im Namen der Rauschdichter

Read More

“Än Fladä isch immer no än Fladä!”

Mein Beitrag zur Abstimmung vom 30. November 2014. Ein Text, der an einem Abend der Lesebühne in Bern entstanden ist, basierend auf fünf Begriffen, die vom Publikum vorgegeben wurden. Die Begriffe waren: Pfiifäbutzer, adäquater Kausalzusammenhang, FIFA, Ethik und Konkurrenzverbot.

 

Read More

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 24. November 2014
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern), www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF
Special Guest: Kilian Ziegler aus Olten! Der Wortspielkönig der Schweiz wickelt jedes Publikum um den Finger, mit schlauem Charme, spielerischer Reimerei und fetten Pointen. Das hat auch das Schweizer Fernsehen gemerkt und nannte ihn “Die Entdeckung der Schweizer Künstlerbörse 2014″. Völlig zurecht.

Am Montag, 24. November steht das nächste Rauschdichten vor der Tür. Dieses Mal wieder mit allen drei Rauschdichtern: Sam Hofacher, Christoph Simon, und mir, Renato Kaiser. Diese höchstens numerische Vollständigkeit auch künstlerisch vollkommen machen wird unser fantastischer Special Guest:

Kilian Ziegler aus Olten!

Ja gut. Eigentlich aus Trimbach, da kommt er ursprünglich her. Und ja, auf den ersten Blick wirkt es schon ein klein wenig traurig, wenn man seinen ursprünglichen Herkunftsort leugnen muss, um schlussendlich doch nur sagen zu können, man käme aus Olten. Doch, liebe Rauschdichtenfreunde, Ihr könnt Euch vorstellen: An einem Ort wie hier, mitten in Bern, wo ein Ostschweizer frei sprechen darf, ohne sich unter brennenden Wurfzwiebelkränzen wegducken zu müssen, in einem Lokal, in dem ein albanischer Gastwirt sogar Schweizer Angestellte unter sich hat, sind die üblichen Gesetze von Herkunftspolemik ausser Kraft gesetzt. Denn, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen, liebes Volk: Hier im Musigbistrot kann es jeder schaffen! Solange er regelmässig Fuads Ring küsst und das Schutzgeld fristgerecht einzahlt.
Trotz alledem gehört Kilian Zieglers Lebensweg anständig aufgearbeitet. Sein Umzug war nachvollziehbar, wenn nicht sogar einigermassen gängig. Schliesslich ist er nicht der erste Trimbacher, den es in die weite Welt nach Olten zog, nein. Gerade zu alltäglich hört man auf den Strassen, bzw. Wegen, bzw. Wanderwegen, bzw. Böden Trimbachs folgenden Dialog:

“Du di jüngschte, dä hani ou scho lang nümä im Zwinger gsee, wo isch dä?”
“Dä macht grad än Uslandufenthout. Z’Outä.”
“Potztüüfelholldriokawumbatumbaschnäggälochuufondüschnäfelsouämagä! Und wännn chunt er wider zrugg?”
“Nägscht Wuchä. Wäg dä Wösch.”

(Solothurner Dialekt, presented by Ostschweiz Productions)

Was Leute in der Solothurner Provinz sich so erzählen, interessiert uns hier jedoch einen frisch gedüngten Trimbachacker! Wir haben keine Ahnung von Trimbach, Olten kennen wir nur von Auftritten und vom Umsteigen und finden “momol, scho schö!”, aber vor allem interessiert uns dieser Kilian Ziegler und der ist beeindruckend genug:
Seit zirka sieben Jahren steht der Mann auf Bühnen, gewinnt praktisch jeden Poetry Slam, bei dem er teilnimmt, manchmal auch, wenn er nur zuschaut – einen soll er sogar von zu Hause aus gewonnen haben, per Whatsapp. 2009 erhielt er den Solothurner Werkjahrbeitrag, den höchstdotierten Förderpreis des Kantons und 2013 wurde er mit dem Anerkennungspreis der Kulturstiftung “Kurt und Barbara Alten” ausgezeichnet.
Mit seinem ersten abendfüllenden Programm mit dem grandiosen Titel “The Phantom of the Apéro – Ein Wortspielbuffet” begeisterte er zusammen mit dem Musiker Samuel Blatter das Publikum und die Medien gleichermassen, sodass ihn das Schweizer Fernsehen zu Recht zur Entdeckung der Künstlerbörse 2014 ausrief. Wer nun nach der Beschreibung meint, es erwarte ihn alberne Wortspielerei… Der hat Recht. Aber nur teilweise. Kilian Ziegler hat sich über die Jahre hinweg einen bemerkenswerten Stil erarbeitet, eine hochklassige Mischung aus Stand Up Comedy, Spoken Word und Storytelling, die schweizweit seinesgleichen sucht – und in dessen Genuss Ihr und die Rauschdichter am letzten Montag des Novembers kommen werden!

Darum tut das auch! Also kommen! Zum Rauschdichten ins Musigbistrot! Denn ob nun wegen seiner Wortspielereien übers Studentendasein, wegen der feinfühligen Geschichte über kindliche Astronauten-Sehnsüchte oder der wahnwitzigen Beschreibungen über PET-Flaschen und Alpakas – die Rauschdichter können Kilian Ziegler, von ganzem Hirn und Herzen empfehlen. Montag, 24. November, 20:00 im Musigbistrot Bern.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
im Namen der Rauschdichter

Read More