— Renato Kaiser

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Tag "Rauschdichten"

Datum: 28. November 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Musigbistrot Bern mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Phibi Reichling aus Zürich!

Schnellsprechanlage, Verseverdrescher und Reimriese aus Zürich. Seit genau einem Jahrzehnt einer der grossen Macher der Schweizer Poetry Slam Szene und doch scheinbar keinen Tag gealtert. Mit lausbübischem Charme, dem Aussehen eines sehr hippen Ska-Punk-Leadsängers, mit humoristischen, hintersinnigen Texten und rauschenden Performances hat er sich die Herzen des Publikums und den Respekt der Kollegen gleichermassen gesichert. Sein 10-jähriges Jubiläum versüsste er sich im April in der Roten Fabrik Zürich mit einer Best-Of-Live-Aufnahme seines bisherigen Schaffens und den Rauschdichtern und ihrem Publikum versüsst er im November mit ebensolchen Leckerbissen die Lesebühne. Freut Euch auf einen der stärksten Schweizer Slam Poeten der letzten zehn Jahre!

Phibi Reichling

 Phibi Reichling (Foto: Nicole Germann)

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Datum: 27. November 2016
Ort:
Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Le Singe Biel mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Phibi Reichling aus Zürich!

Schnellsprechanlage, Verseverdrescher und Reimriese aus Zürich. Seit genau einem Jahrzehnt einer der grossen Macher der Schweizer Poetry Slam Szene und doch scheinbar keinen Tag gealtert. Mit lausbübischem Charme, dem Aussehen eines sehr hippen Ska-Punk-Leadsängers, mit humoristischen, hintersinnigen Texten und rauschenden Performances hat er sich die Herzen des Publikums und den Respekt der Kollegen gleichermassen gesichert. Sein 10-jähriges Jubiläum versüsste er sich im April in der Roten Fabrik Zürich mit einer Best-Of-Live-Aufnahme seines bisherigen Schaffens und den Rauschdichtern und ihrem Publikum versüsst er im November mit ebensolchen Leckerbissen die Lesebühne. Freut Euch auf einen der stärksten Schweizer Slam Poeten der letzten zehn Jahre!

Phibi Reichling

 Phibi Reichling (Foto: Nicole Germann)

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Datum: 11. November 2016
Ort: Carambolage, Erlenstrasse 34, 4058 Basel
Beginn: 21:00

IMG_1570Zu unserer grossen Freude wurden wir dieses Jahr zur BuchBasel eingeladen! Dort machen wir am Freitagabend das, was wir immer machen, aber einfach in Basel und mit einer kleinen Besonderheit: Zu Sam Hofacher und meiner Wenigkeit wird sich die hervorragende junge Basler Slam Poetin Sarah Altenaichinger gesellen. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Es gibt eine Mischung aus Spoken Word, Slam, Kabarett, Lesung und Improvisation. Vor der Pause wird unter uns dreien einer oder eine ausgelost, der oder die zu fünf Begriffen aus dem Publikum noch am gleichen Abend einen neuen Text schreiben und dann vortragen muss. Zur Verfügung stehen dabei gut 30 Minuten und eine Flasche Rotwein – der bringt den Rausch ins Rauschdichten. Komplettiert wird das Line-Up wie jedes Mal von einem Special Guest, in Basel ist es:

Pierre Jarawan aus München!
Grosse Erzählkunst, feiner Humor und einnehmende Bühnenpräsenz: Pierre Jarawan hat sich in den letzten Jahren in die absolute Spoken Word Elite Deutschlands gedichtet und wurde 2012 Deutschsprachigen Meister im Poetry Slam. Und als würde das noch nicht reichen, hat er in diesem Jahr mit seinem ersten Roman “Am Ende bleiben die Zedern” die Literaturszene aufgemischt und den Feuilleton zum Jauchzen gebracht. Ob auf Bühnenbrettern oder zwischen Buchdeckeln: Pierre Jarawan begeistert sein Publikum und ist in dieser Kombination eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Pierre Jarawan

Pierre Jarawan (Foto: KeyMunich.)

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Datum: 31. Oktober 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Musigbistrot Bern mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Pierre Jarawan aus München!

Grosse Erzählkunst, feiner Humor und einnehmende Bühnenpräsenz: Pierre Jarawan hat sich in den letzten Jahren in die absolute Spoken Word Elite Deutschlands gedichtet und wurde 2012 Deutschsprachigen Meister im Poetry Slam. Und als würde das noch nicht reichen, hat er in diesem Jahr mit seinem ersten Roman “Am Ende bleiben die Zedern” die Literaturszene aufgemischt und den Feuilleton zum Jauchzen gebracht. Ob auf Bühnenbrettern oder zwischen Buchdeckeln: Pierre Jarawan begeistert sein Publikum und ist in dieser Kombination eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Pierre Jarawan

Pierre Jarawan (Foto: KeyMunich.)

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Datum: 30. Oktober 2016
Ort:
Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Le Singe Biel mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Pierre Jarawan aus München!

Grosse Erzählkunst, feiner Humor und einnehmende Bühnenpräsenz: Pierre Jarawan hat sich in den letzten Jahren in die absolute Spoken Word Elite Deutschlands gedichtet und wurde 2012 Deutschsprachigen Meister im Poetry Slam. Und als würde das noch nicht reichen, hat er in diesem Jahr mit seinem ersten Roman “Am Ende bleiben die Zedern” die Literaturszene aufgemischt und den Feuilleton zum Jauchzen gebracht. Ob auf Bühnenbrettern oder zwischen Buchdeckeln: Pierre Jarawan begeistert sein Publikum und ist in dieser Kombination eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Pierre Jarawan

Pierre Jarawan (Foto: KeyMunich.)

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Datum: 26. September 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Musigbistrot Bern mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Guy Krneta aus Bern!

Einer der aktivsten Vertreter der Schweizer Spoken Word Szene, Mitbegründer des Vereins spoken-word.ch, langjähriges Mitglied beim legendären Bühnenkollektiv „Bern ist überall“ und: Ein Hochgenuss für jeden Freund von Schweizer Mundartkunst. Mit humorvollen, hintersinnigen und poetischen Texten schafft er wie nur wenige den Spagat zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Nicht zuletzt deswegen wurde er 2015 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

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Guy Krneta (Foto: Sebastien Agnetti)

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Datum: 25. September 2016
Ort:
Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Die monatlich stattfindende Lesebühne im Le Singe Biel mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Guy Krneta aus Bern!

Einer der aktivsten Vertreter der Schweizer Spoken Word Szene, Mitbegründer des Vereins spoken-word.ch, langjähriges Mitglied beim legendären Bühnenkollektiv „Bern ist überall“ und: Ein Hochgenuss für jeden Freund von Schweizer Mundartkunst. Mit humorvollen, hintersinnigen und poetischen Texten schafft er wie nur wenige den Spagat zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Nicht zuletzt deswegen wurde er 2015 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

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Guy Krneta (Foto: Sebastien Agnetti)

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Jess he can!


Jess Jochimsen (Foto: Albert J. Schmidt)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 26. Juni 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 27. Juni 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

***

Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 26. Juni in Biel und am Montag, 27. Juni in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich. Diese beiden nichtsnutzigen, no-no-nölenden Neinsager mit charmanter Satire und lebensbejahendem Vornamen vom Nada übers Jeinseits bis ins Nirvaja schicken wird unser fantastischer Special Guest:

Jess Jochimsen!

 

Liebe Rauschdichtenfreundinnen und Rauschdichtenfreunde!

Jaja, ich weiss, ich bin wieder mal spät dran! Aber ich kann nichts dafür! Ich hatte so viel zu tun! Ja, ich musste EM schauen! Und das war so viel! So viele Nationen! So viele Spiele! Ich kam zu nichts mehr. In den letzten zwei Wochen fand ich auch kaum noch Zeit, mir auf Facebook Videos von tanzenden Kakadus anzuschauen. Oder die zehn smartesten Wege, ein sehr grosses Sandwich zu essen. Und über Andy Glarner twittern konnte ich auch nicht, ich hatte keine Zeit, mich zu schminken. Aber das hat jetzt ein Ende. Die EM ist so gut wie gelaufen, die Isländer gewinnen, alle Hipster Europas flippen aus und sterben an einer Überdosis Club Mate. Jetzt, wo wir das wissen, haben wir also endlich Zeit für die richtig wichtigen Dinge.

Zum Beispiel für Jess Jochimsen, unseren Special Guest. Ich verschone Euch hier vorerst mit weiteren schrecklichen Wortspielen zu seinem Vornamen, schliesslich sollte ich mich kurz halten. Ausserdem ist es eh lustiger, wenn er dabei ist. Also nicht unbedingt lustiger, aber auf jeden Fall schmerzhafter für ihn. Er wird mit einem verzweifelten Lächeln in seinem Stuhl zusammensinken und sich hinterfragen, warum er überhaupt den Weg von Deutschland in die Schweiz gemacht hat. Kurz: Er wird sich fühlen wie jeder andere Deutsche hier. Keine Extrawurst für Jess!

Dafür aber eine Extawurst für uns! Dass Jess Jochimsen von Freiburg extra fürs Rauschdichten in die Schweiz kommt, freut uns sehr! Wobei er selbstverständlich keine Wurst ist, natürlich, eher ein Filet, oder ein Kotelett, ein Schnitzel, dass wir uns noch so gern zuerst kühlend auf die heisse Katerstirn legen und dann in die Pfanne hauen und braten und frittieren und verspeisen, nom nom nom, ach, wisst Ihr was? Scheiss drauf, von mir aus ist der auch eine Wurst, egal, Hauptsache, ich kann mir den einverleiben! Lasst uns ihn in uns hineinverwursten! Er ist köstlich gewürztes Satirebrät umhüllt von feinstem Sprachdarm!

Ok. Wäh.
Was ich eigentlich sagen wollte, kurz vor diesem akuten Fanboy-Schlaganfall:
Jess Jochimsen ist einer der schlausten, charmantesten und virtuosesten Satiriker, Kabarettisten und Comedians, die es zurzeit gibt. Und für uns Rauschdichter ist es eine grosse Freude und Ehre, dass er zu uns kommt. Ich weiss, ich weiss, man soll es nicht übertreiben, aber ich muss schon sagen: Ich bin ein bisschen in love mit ihm. Also nicht nur körperlich, sondern auch platonisch, auf einer transzendenten Ebene, ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen auf religiöse Art. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich zu Hause schon einen kleinen Jochimsen-Schrein, zusammengestellt aus seinen Büchern, Zeitungsberichten über ihn, Fotos von ihm (von denen er nichts weiss) und Haaren und Hautschuppen, die er teils verloren hat und die ich ihm teils im Schlaf wegge-, egal, das, was man halt so macht, Ihr kennt das. Jesses Christ Superstar!
So, jetzt hab ich’s gesagt. Das hat gut getan.

Kurz: Er ist da! Ihr solltet es auch sein.
Ausserdem haben wir nämlich noch eine kleine Ankündigung zu machen. Der diesmalige Rauschdichtenjoker Valerio Moser wird ab kommender Saison zum festen Team gehören! Wir freuen uns! Darüber werde ich Euch in der nächsten Newsletter noch mehr erzählen. Auch darüber, warum Christoph Simon nicht mehr dabei ist. Ich kann schon mal so viel verraten: Valerio Moser hat Christoph Simon in einem fairen Kampf geschlagen und aufgegessen.

So! Jetzt aber genug der Worte. Mehr werden beim Rauschdichten folgen, und zwar am kommenden Sonntag im Le Singe in Biel und tags darauf, am Montag im Musigbistrot Bern. Kommt vorbei!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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Grossrauschdichten!

grossraumdichten marvin ruppert

(Foto: Marvin Ruppert)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 29. Mai 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 30. Mai 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

***

Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 29. Mai in Biel und am Montag, 30. Mai in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich, Renato Kaiser. Diese zwei traurigen, einsamen Soloexistenzen mit doppelter Stimmkraft und Klangharmonie literarisch in den Arm nehmen wird das herausragende Poetry Slam Duo:

Grossraumdichten!

Liebe Rauschdichtenfreunde,

Was bin ich froh, dass wir uns nur von Weitem kennen! Ja nicht nur live, was die Distanz von der Bühne zur ersten Reihe angeht, sondern noch eine Stufe besser hier, wo wir ganz bequem in der virtuellen Welt, sagen wir mal, kommunizieren. Ich sage “Hallo!” und Ihr sagt nichts. Ist das nicht wunderbar? Ist das nicht herrlich unkompliziert? Ihr denkt Euch jetzt vielleicht: “Jaja, ist ja schon gut, was ist daran jetzt besonders?” Und ich sage: Ja natürlich ist das nicht Besonderes. Natürlich ist das normal. Finden wir! Aber das ist nicht überall so, meine Lieben, ja! In anderen Teilen der Welt herrschen da andere Regeln!
Zum Beispiel in Therwil im Kanton Basel-Landschaft! Ihr habt ja vielleicht mitbekommen, dass dort an der Schule zwei muslimische Schüler Ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen die Hand nicht mehr geben wollten. Das gab grossen Aufruhr und Diskussionen, die in der Zwischenlösung resultierten, dass die beiden, im Sinne der Gleichberechtigung, sowohl Lehrerinnen als auch Lehrern nicht die Hand geben mussten, bis man zu einer endgültigen Vereinbarung gekommen sei. Die ist nun endlich erfolgt und lautet: Die beiden muslimischen Schüler müssen von nun an sowohl Lehrerinnen als auch Lehrern zwingend die Hand geben. Wenn sie das nicht tun, kann das eine Busse von bis zu 5000 Franken zur Folge haben.

“Recht so!”, rufen da jetzt viele. “Keine Extrawurst für Muslime!”, und schmeissen noch den einen oder anderen halbgaren Cervelat- oder Schweinswurstspruch auf den Witzegrill. Und da möchte ich sagen: Ja natürlich soll man die Rechte der Frau schützen. Natürlich sind unglaublich viele religiös motivierte Verhaltensregeln ein Witz (Katholiken kugeln sich beim Beten auf Kirchenbänken regelmässig die Kniescheiben aus und darüber berichtet auch keiner!). Und natürlich kann so ein Handschlag Respekt bedeuten (sieht man – nicht nur, aber auch – bei all den 12- bis 24-teiligen Gangsta-Gruss-Extravaganzen auf dem Pausen- oder Basketballplatz). Aber doch auch nur, wenn beide das wollen!

Kommt doch auch immer auf die Hände an! Darum könnt Ihr zum Beispiel froh sein, dass Ihr mir die Hand nicht geben müsst.
Es ist nicht so, dass ich Schwitzhände hätte, nein, das nicht. Aber wenn ich mich besonders fest freue (und das würde ich bei Euch tun, ich liebe Euch!) schwitze ich aus meinen Handflächen eine Mischung aus Himbeersirup, Senf und Thousand Island Salatsauce! Und man sagt ja schon, die Geschmäcker seien verschieden, aber sowas muss man wirklich gern haben!
Und es nicht so, dass ich besonders haarige Hände hätte, nein, das nicht. Aber wenn ich sehr aufgeregt bin (und das wäre ich bei Euch, ich liebe Euch!) dann wachsen aus meinen Handinnenflächen ganz kleine dünne Widerhäkchen, mit denen ich das Gegenüber für ewig an mich binde oder zumindest für so lange, wie ich aufgeregt bin. Und das kann manchmal Stunden dauern! Wie anstrengend das wäre! Und auch heikel. Stellt Euch nur mal vor, ich begrüsse zwei Menschen nacheinander. Beim ersten würde ich eine Viertelstunde im Handschlag festhängen, beim zweiten nur zwei Minuten. “Aha”, würde der Zweite dann trocken sagen und sich weiter zwar nichts anmerken lassen. Aber in den künftigen Whatsapp-Nachrichten wären vielleicht einfach auf einmal nicht mehr ganz so viele Emoticons. Und das tut weh, ok!?

Darum eben: Seid mal froh, dass Ihr mir nicht die Hand geben müsst, es würde alles nur kompliziert machen.

Wen Ihr aber völlig unproblematisch und vor allem so euphorisch wie möglich begrüssen dürft, sind Tobi Heyel und Pauline Füg aka Grossraumdichten. Deren Hände sind nämlich einwandfrei, ach was sage ich, mehr als das: Wenn man die Hände von Grossraumdichtenberührt, wachsen einem augenblicklich kleine Einhornbabys zwischen den Fingern hervor, die einem mit ihren winzigen, warm schnaufenden Einhornbabymäulchen die Fingerkuppen liebkosen, bis ihnen in einer sanften Explosion (die sich an den Händen anfühlt wie wohlig warmes Einhornbabyniesen) winzig kleine Einhornbabyflügelentwachsen, mit denen sie Euch fortan und bis an den Rest Eures Lebens umkreisen und mit Marshmallowschokopuderorgasmozucker bestäuben.

Und damit wäre auch die Kunst dieses herausragenden Spoken Word Duos ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Das, was Grossraumdichten macht, ist literarischerMarshmallowschokopuderorgasmozucker. Falls Ihr Euch darunter nichts vorstellen könnt, sage ich es hier noch einmal mit verständlicheren, aber wohl kaum treffenderen Worten:

Tobi Heyel und Pauline Füg von Grossraumdichten verbinden hochstehende Sprachspielerei mit tiefsinniger Poesie. In ausgeklügelten Wortkaskaden sprechen sie – mal zusammen, mal einzeln, mal verzögert, mal synchron, aber immer aus einem Guss – dem Publikum aus dem Herzen und reden ihm gleichzeitig ins Gewissen, jedoch ohne dabei bevormundend, rechthaberisch oder überheblich zu sein. Dieser Balanceakt gelingt ihnen dank ihrer einzigartigen Mischung aus prägnanter Sprache, poetischer Gedankenwelt und schlauem Humor.
Und als würde das nicht schon reichen, beweisen sie in ihren Texten eine grosse natürliche Musikalität, die sie in ihren Auftritten und CD-Aufnahmen mit elektronischer Musik zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk vereinen.

Also… das heisst… sie… machen…

Literarischen Marshmallowschokopuderorgasmozucker?

Richtig.

Und das machen sie beim Rauschdichten und wir freuen uns sehr darüber! Mindestens so sehr freuen wir uns, wenn auch Ihr da seid, und zwar am 29. Mai im Le Singe in Biel und am 30. Mai im Musigbistrot im Bern, um die beiden mit den Handschlägen zu begrüssen, die Künstlerinnen und Künstler am liebsten sehen und vor allem hören, nämlich: ganz viel Applaus.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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April April! Remo Remo!

RemoRemoRauschdichto

(Fotos: Eki.Pix.)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 24. April 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 25. April 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

***

Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 24. April in Biel und am Montag, 25. April in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich, Renato Kaiser. Diesen eitlen, ja fast schon hipsterigen Drang nach individueller Vornamensdiversität mit einer geballten Ladung Urschweizer Einheitsbenamung zerschmettern werden unsere Special Guests des Abends:

Remo und Remo!

Liebe Rauschdichtenfreunde,

Lasst Euch vom “April April” im Titel nicht verwirren: Das ist kein Witz. Also dass Remo und Remo kommen, ist kein Witz. Ich fand einfach, dass das schön klingt: “April April! Remo Remo!” Tut es ja auch. Und wäre vollkommen unproblematisch, wenn es nicht diesen 1. April gäbe und die unsägliche Tradition, an diesem Tag Streiche zu spielen, um – Achtung Achtung – witzig zu sein. Hahahahaublossabdu! Wer hat diese Tradition eigentlich erfunden? Gut, man könnte jetzt sagen, Hitler, klar, das geht immer. Aber hier stimmt es ja vielleicht sogar! War Adolf Hitler vielleicht nicht nur ein gescheiterter Maler, sondern auch ein erfolgloser Komiker? Hat er sein eines Ei vielleicht durch eine missglückte Slapstickeinlage am 1. April verloren? Und haben danach, keine Ahnung, vielleicht am 2. April, seine Freunde sich lustig darüber gemacht, ihn gegrüsst, mit erhobenem rechten Arm und ausgestrecktem kleinen Finger und laut “Sieg Ei!” gerufen? Sodass er – jähzornig wie er war – schrie: “Ab jetzt werden keine Spässe mehr gemacht! Nur noch am 1. April! Und nur unter meiner Aufsicht!” Fühlen sich deswegen alle April-Scherze so an, als hätte sie jener Kantilehrer erfunden, der auch immer einmal mit der Klasse in die Disco wollte? Ist der Aprilscherz nicht so etwas wie die OLMA des Humors? Die einen betrinken sich das ganze Jahr hindurch, regelmässig, sind geübt, trainiert und fallen daher an der Messe nicht weiter auf und die anderen rasten einmal im Jahr komplett aus, werden um 18 Uhr von der Security aus der Halle getragen und alle schütteln mit dem Kopf? Könnte es sein, dass wir eine April-Scherz-Security brauchen? Könnte es aber auch sein, dass mein 13-jähriges Ich es nie verkraftet hat, dass mein Schwarm mich damals mit feurigem Blick und mit dem einen oder anderen vielsagenden Zettelchen hinter die Turnhalle gelockt hat, mir befahl, meine Augen zu schliessen, meine Lippen zu spitzen, nur um mir dann ein faules Ei ins Gesicht zu drücken und dann mit der versammelten Klasse ein hämisches “April April” einzustimmen? Oder war das gar nicht ich, sondern Hitler? Oh mein Gott! Würde das heissen, dass es ohne Aprilscherz den zweiten Weltkrieg nie gegeben hätte?
Gut möglich! Hört auf mit Aprilscherzen. Wirklich.

Wie dem auch sei! Aprilscherze sind nicht das Thema und das launige Aprilwetter auch nicht, ganz im Gegenteil! Nichts mit: Mal so, mal so, nein! Remo! Bämm! Remo! Bumm! April, April, der macht, was er will? Nicht mit uns! Du heisst nicht Remo? Du kommst hier nicht rein! Und bevor ich mich komplett ins unheilige Land der schrecklichen Überleitungen hyperventiliere, sag ich Euch einfach:

Zwei mal Remo! Zwei Mal Slam! Zweimal Rampensäue aus Bern! Die Rauschdichter holen sich eine geballte Ladung Schweizer Vornamen mit grosser Bühnenwucht ins Haus. Remo Rickenbacher und Remo Zumstein gehören schon seit Jahren zu den prägenden Figuren der Schweizer Poetry Slam Szene und begeistern mit innovativer Bühnenpoesie.


Remo Rickenbacher, der Bühnenberserker aus Thun flüstert, zischt und schreit dem Publikum seine Slam-Dramulette entgegen, als ginge es um sein Leben. Dabei macht er weder halt vor unbequemen Themen noch vor irrwitzigen Ausflügen in die Absurdität. Er ist das Slam-Original aus Thun, moderiert dort den legendären Mokka-Slam und ist einer der treibenden Kräfte in der Schweiz, was die Förderung des Spoken Word Nachwuchs angeht – und ganz nebenbei Gewinner unzähliger Poetry Slams in der ganzen Schweiz.

Remo Zumstein, dieser aussergewöhnliche Spoken Word Virtuose aus Schliern bei Köniz ist der zurzeit beste Schweizer Slam Poet. So darf man sich schliesslich nennen, wenn man, wie er, die diesjährigen Schweizer Poetry Slam Meisterschaften gewonnen hat. Oder wenn man, wie wir, mit banalen Titeln die Werbetrommel rühren will. Und das wollen wir! Und mehr als das! Dieser Mann ist nicht nur Schweizer Meister und Poetry Slam Seriensieger, sondern vor allem ein hochtalentierter Wortspieler, Verslischmied und Geschichtenerzähler.

Die beiden werden Euch gefallen, das versprechen wir Euch. Ihr werdet Euch zu Boden werfen und schreien: “Remos! Wir brauchen mehr Remos!” Und Ihr werdet Recht haben! Mehr Remos! Weniger Aprilscherze! Mehr Remos! Weniger Weltkriege! Denn sind wir mal ehrlich: Hätte Hitler zum Vornamen Remo geheissen, wäre das alles nie passiert! Remo Hitler wäre immer der Liebling der Klasse! Remo Hitler kriegt kein faules Ei ins Gesicht, nein: Remo Hitler kriegt das Görl! Aber bestimmt nicht wegen des Nachnamens, nein! Weniger Hitler! Mehr Remo!

Jetzt reichts aber auch. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr und hoffen, dass Ihr zahlreich kommt, und zwar am Sonntag, 24.04. ins Le Singe oder am Montag 25.04. ins Musigbistrot.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter

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