— Renato Kaiser

Rauschdichten mit Sebastian 23

(Foto: Pierre Jarawan)

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Rauschdichten Biel
Datum: 26. Februar 2017
Ort:
Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern
Datum: 27. Februar 2017
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

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Die monatlich stattfindende Lesebühne im Le Singe Biel und im Musigbistrot Bern mit Sam Hofacher, Valerio Moser und Renato Kaiser. Poetry Slam, Spoken Word, Kabarett, Improtexterei und ein Special Guest, dieses Mal:

Sebastian 23 aus Bochum!

Liebe Rauschdichtenfreundinnen und Rauschdichtenfreunde!

Jajaja, ich weiss! Schon wieder spät dran! Und wie gewohnt werde ich mich jetzt auch nicht rausreden, was bringt Euch das schon. Überhaupt gar nichts bringt Euch das, richtig. Jetzt kommt der tatsächlich noch am Samstagnachmittag und postet diese Ankündigung. EINEN TAG VOR DER ERSTEN VERANSTALTUNG! Vorletztes Mal waren es drei Tage davor, letztes Mal zwei Tage, dieses Mal ein Tag: Wenn ich so weitermache, mach ich nächsten Monat keine Ankündigung mehr, sondern einen Live-Ticker.

Nun: Ich entschuldige mich und hoffe, dass Ihr trotzdem kommt. Denn: Es lohnt sich!
Auch dieses Mal beehrt uns ein hochkarätiger Gast. Und wie Ihr wisst, erzähle ich oft auf der Bühne beim Rauschdichten, dass wir diese Lesebühne zu einem grossen Teil nur deswegen veranstalten, damit wir Gäste einladen können, die wir toll finden und sehen wollen, ohne dafür Eintritt bezahlen zu müssen. Und ich weiss, was Ihr denkt: Geizkragen! Opportunisten! Stuhllehnenlutscher! Das mit dem Stuhllehnenlutscher versteh ich nicht, aber hey, es sind Eure Gedanken. Und natürlich habt Ihr recht! Wir zahlen keinen Eintritt. Aber dafür MÜSSEN wir auftreten (so mühsam!), rotweintrinkend Texte schreiben (wäääh!) und einmal im Monat eine verspätete Ankündigung schreiben, OK? Ok.
Gut haben wir drüber geredet, reden wir jetzt aber über einen, der weder mühsam, noch wäääh und auch nicht zu spät ist, nämlich: Sebastian 23. Und zu spät ist der wirklich nicht, ganz im Gegenteil! Früh dran war der, und zwar zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Etwa damals, als Poetry Slam so langsam anfing loszulegen, startete auch Sebastian 23 seine bemerkenswerte Karriere. Das eine hat mit dem anderen zu tun, und zwar in beiden Richtungen: Er surfte auf der Erfolgswelle des Poetry Slam, die er aber selber genauso antrieb und auch heute noch antreibt: Sebastian 23 ist eines der erfolgreichsten, glaubwürdigsten, sympathischsten, talentiertesten und darum auch besten Aushängeschilder der deutschsprachigen Poetry Slam Szene. Seine Texte sind absurd und komisch, tiefsinnig und verspielt, oft intelligent, ebenso oft albern, weshalb er dem stets erstaunten Publikum abwechselnd einen Krampf im Zwerchfell, einen Kloss im Hals oder einen Knoten im Hirn verschafft. All das hat ihn nicht nur zum Deutschsprachigen Poetry Slam Champion im Einzel und im Team gemacht, sondern auch zum Träger des Prix Panthéon, eines der renommiertesten Kabarettpreise im deutschsprachigen Raum. Mittlerweile hat er sich einen Namen gemacht in Funk und Fernsehen, als grosser Comedian und Kabarettist mit intelligentem Witz, sprachlicher Finesse und einer Spur dadaistischer Albernheit. Sein neues Buch heisst: “Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später”, sein aktuelles Programm: “Blatt vorm Mund” und mit all dem ist er unser Februargast beim Rauschdichten und wir freuen uns sehr!

Ich weiss, so seriös habe ich schon lange nicht mehr über einen unserer Gäste geschrieben, aber jenu, so hab ich mich halt gerade gefühlt. Aber ich spüre schon so ein kleines Missverhältnis. Wahrscheinlich werde ich ihm auf der Bühne ein Ohr auslecken müssen, um das wieder ins Grade zu bringen.

Falls Ihr das miterleben wollt und aber vor allem eben diesen grossartigen Sebastian 23, dann kommt doch vorbei und zwar eben schon morgen Sonntag, 26. Februar, im Le Singe in Biel oder tags darauf, am Montag, 27. Februar im Musigbistrot Bern. Wir freuen uns!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter