— Renato Kaiser

Letztes Rauschdichten vor der Sommerpause!

Jess he can!


Jess Jochimsen (Foto: Albert J. Schmidt)

Die blutten Infos:

Rauschdichten Biel:
Datum: Sonntag, 26. Juni 2016
Ort: Le Singe (Untergasse 21, 2502 Biel) www.lesinge.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF

Rauschdichten Bern:
Datum: Montag, 27. Juni 2016
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern) www.musigbistrot.ch
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

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Das Rauschdichten steht wieder vor der Tür, und zwar am kommenden Sonntag, 26. Juni in Biel und am Montag, 27. Juni in Bern! Von den Stammdichtern mit dabei sind Sam Hofacher und ich. Diese beiden nichtsnutzigen, no-no-nölenden Neinsager mit charmanter Satire und lebensbejahendem Vornamen vom Nada übers Jeinseits bis ins Nirvaja schicken wird unser fantastischer Special Guest:

Jess Jochimsen!

 

Liebe Rauschdichtenfreundinnen und Rauschdichtenfreunde!

Jaja, ich weiss, ich bin wieder mal spät dran! Aber ich kann nichts dafür! Ich hatte so viel zu tun! Ja, ich musste EM schauen! Und das war so viel! So viele Nationen! So viele Spiele! Ich kam zu nichts mehr. In den letzten zwei Wochen fand ich auch kaum noch Zeit, mir auf Facebook Videos von tanzenden Kakadus anzuschauen. Oder die zehn smartesten Wege, ein sehr grosses Sandwich zu essen. Und über Andy Glarner twittern konnte ich auch nicht, ich hatte keine Zeit, mich zu schminken. Aber das hat jetzt ein Ende. Die EM ist so gut wie gelaufen, die Isländer gewinnen, alle Hipster Europas flippen aus und sterben an einer Überdosis Club Mate. Jetzt, wo wir das wissen, haben wir also endlich Zeit für die richtig wichtigen Dinge.

Zum Beispiel für Jess Jochimsen, unseren Special Guest. Ich verschone Euch hier vorerst mit weiteren schrecklichen Wortspielen zu seinem Vornamen, schliesslich sollte ich mich kurz halten. Ausserdem ist es eh lustiger, wenn er dabei ist. Also nicht unbedingt lustiger, aber auf jeden Fall schmerzhafter für ihn. Er wird mit einem verzweifelten Lächeln in seinem Stuhl zusammensinken und sich hinterfragen, warum er überhaupt den Weg von Deutschland in die Schweiz gemacht hat. Kurz: Er wird sich fühlen wie jeder andere Deutsche hier. Keine Extrawurst für Jess!

Dafür aber eine Extawurst für uns! Dass Jess Jochimsen von Freiburg extra fürs Rauschdichten in die Schweiz kommt, freut uns sehr! Wobei er selbstverständlich keine Wurst ist, natürlich, eher ein Filet, oder ein Kotelett, ein Schnitzel, dass wir uns noch so gern zuerst kühlend auf die heisse Katerstirn legen und dann in die Pfanne hauen und braten und frittieren und verspeisen, nom nom nom, ach, wisst Ihr was? Scheiss drauf, von mir aus ist der auch eine Wurst, egal, Hauptsache, ich kann mir den einverleiben! Lasst uns ihn in uns hineinverwursten! Er ist köstlich gewürztes Satirebrät umhüllt von feinstem Sprachdarm!

Ok. Wäh.
Was ich eigentlich sagen wollte, kurz vor diesem akuten Fanboy-Schlaganfall:
Jess Jochimsen ist einer der schlausten, charmantesten und virtuosesten Satiriker, Kabarettisten und Comedians, die es zurzeit gibt. Und für uns Rauschdichter ist es eine grosse Freude und Ehre, dass er zu uns kommt. Ich weiss, ich weiss, man soll es nicht übertreiben, aber ich muss schon sagen: Ich bin ein bisschen in love mit ihm. Also nicht nur körperlich, sondern auch platonisch, auf einer transzendenten Ebene, ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen auf religiöse Art. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich zu Hause schon einen kleinen Jochimsen-Schrein, zusammengestellt aus seinen Büchern, Zeitungsberichten über ihn, Fotos von ihm (von denen er nichts weiss) und Haaren und Hautschuppen, die er teils verloren hat und die ich ihm teils im Schlaf wegge-, egal, das, was man halt so macht, Ihr kennt das. Jesses Christ Superstar!
So, jetzt hab ich’s gesagt. Das hat gut getan.

Kurz: Er ist da! Ihr solltet es auch sein.
Ausserdem haben wir nämlich noch eine kleine Ankündigung zu machen. Der diesmalige Rauschdichtenjoker Valerio Moser wird ab kommender Saison zum festen Team gehören! Wir freuen uns! Darüber werde ich Euch in der nächsten Newsletter noch mehr erzählen. Auch darüber, warum Christoph Simon nicht mehr dabei ist. Ich kann schon mal so viel verraten: Valerio Moser hat Christoph Simon in einem fairen Kampf geschlagen und aufgegessen.

So! Jetzt aber genug der Worte. Mehr werden beim Rauschdichten folgen, und zwar am kommenden Sonntag im Le Singe in Biel und tags darauf, am Montag im Musigbistrot Bern. Kommt vorbei!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter