— Renato Kaiser

Rauschdichten mit Ahne aus Berlin!

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 30. März 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Ahne aus Berlin! Einer der bedeutendsten und beliebtesten Autoren der Berliner Lesebühnenszene, man munkelt sogar, er sei deren König. Wer ihn hört oder liest, kommt nicht umhin zu merken: das ist ein Grosser. Das weiss auch unser aller Schöpfer, spätestens seit Ahnes Klassiker „Zwiegespräche mit Gott”. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit.

Am kommenden Montag, 30. März steht das nächste Rauschdichten vor der Tür, wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern Christoph Simon, Sam Hofacher und mir, Renato Kaiser. Diese dreifaltige Trivialität weltlicher Monotonie mit übersinnlicher Korrespondenz segnen wird unser Special Guest:

Ahne aus Berlin!

Es ist ja nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Kontakt aufzubauen. Uns anzunähern. Den ersten Schritt zu machen. Aber auf uns hat Gott nie reagiert. Und wir haben wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, all unsere Stärken in die Waagschale geworfen. Auch ich bin mit gutem Beispiel vorangegangen. Gut, ich bin jetzt nicht in die Kirche gegangen, das nicht, aber ich habe gehört, dass er da auch gar nicht mehr lebt. Zu hoch, zu weit, kein Feng Shui, dafür übertriebene Heizkosten. Und ja, zu Hause gebetet habe ich auch schon lange nicht mehr. Aber das ist ja auch frustrierend, weil es da keine Häkchen oder ähnliche Zeichen gibt, die zeigen, dass er die Nachricht erhalten und gelesen hat. Und klar, Gott ist ja auch auf Facebook, aber dort müsste ich ihn zuerst liken und das will ich nicht tun, bevor ich ihn richtig kennengelernt habe. Aber: Ich habe Gott von Anfang an in den Newsletter vom Rauschdichten getan. Der Ball liegt also klar bei ihm. Des weiteren haben wir einmal Christoph Simon losgeschickt, der hat es aber nur bis knapp über die Strasse geschafft und ist bei Scientology gelandet. Nach mehreren Wochen Funkstille ist er zurückgekommen, seine Texte waren auf einmal unterhaltsam und lustig, er hat sie auswendig vorgetragen und ab und zu sogar Zuschauern direkt in die Augen geschaut. Klarer Fall von Gehirnwäsche, Christoph war raus. Dann fragte ich Sam, ob er was machen könnte, da er sich ja als babylonischer Turm unter den Menschen fast auf Augenhöhe mit Gott befinde. Er fühlte sich dabei aber wieder einmal auf seinen Körper reduziert und weigerte sich. Vielleicht wollte Sam Hofacher aber auch, als überzeugter Geisteswissenschaftler, einfach nicht aufstehen.

Aus all diesen Gründen haben wir den letzten Strohhalm ergriffen und den Mann eingeladen, der direkten Kontakt zu unserem Schöpfer pflegt, nämlich Ahne aus Berlin. Im Gegensatz zu mehr oder weniger bekannten Sprachrohren in die übersinnliche Welt, die in Fasnachtskleidern Jahr für Jahr Weltuntergänge prophezeien oder per Fernsehkartenspiel verlassene Seelen in den finanziellen Ruin treiben, scheint Ahne jedoch ein eher unaufgeregter Zeitgenosse zu sein. Wer sich seine Homepage anschaut, erfährt: “Ahne ist ein Mensch. Er ist da, weil er geboren wurde und noch nicht gestorben ist.“ Und weil er nunmal da ist, schreibt er wunderbare Bücher, seien es die „Zwiegespräche mit Gott“, in denen er in breitester Berliner Schnauze mit Gott über Themen wie Feierabend, Musik, den Mauerfall, Unendlichkeit und das gerollte R diskutiert, oder weitere Bücher schreibt, mit klangvollen Titeln wie „Am besten was Neues“, „Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe“ und „Wieder kein Roman“. Kluger Humor trifft auf unaufgeregte Lebensweisheiten und grossstädtische Gelassenheit, sowohl in seinen Büchern als auch in seiner Biographie: „Ahne hasst Menschen, die überall mitmachen und er liebt Musik, die man nicht ständig hört“. Wäre ich Gott, ich würde auch gerne mit Ahne reden.

Da Gottwerden aber total anstrengend ist, haben sich die Rauschdichter gedacht, laden sie sich Ahne einfach zu ihrer Lesebühne ein, dann können sie auch mit ihm reden. Und vor allem: ihm zuhören! Die Rauschdichter empfehlen Euch sehr, es ihnen gleich zu tun, darum kommt vorbei, am Montag, 30. März im Musigbistrot Bern!

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter
und wahrscheinlich auch von Gott.