— Renato Kaiser

Rauschdichten mit Julius Fischer!

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 23. Februar 2015
Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern)
Beginn: 20:00
Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Julius Fischer! Einer der lustigsten und brillantesten Köpfe auf deutschsprachigen Bühnen. Julius Fischer ist ein Paradebeispiel dafür, was für literarische Bühnenbomben aus der Poetry Slam Szene entstehen können. Der Lessing-Preis-Träger liest Texte, er dreht Filmchen, er singt Lieder und das alles auf allerhöchstem Niveau. Deswegen ist er schon lange angekommen, und zwar: im Literaturbetrieb, im Fernsehen, auf den wichtigsten Bühnen Deutschlands und – jetzt endlich auch – bei der Lesebühne Rauschdichten.

Am Montag, 23. Februar um 20:00 steht das nächste Rauschdichten vor der Tür. Wie gewohnt mit den drei Rauschdichtern: Sam Hofacher, Christoph Simon, und mir, Renato Kaiser. Diese finstere Dreifaltigkeit aus inexistentem bis traurigbraunem Haarschopf mit einem blonden Hauch heiligseidigen Engelshaars gleichzeitig beschämen und beglücken wird unser fantastischer Special Guest:

Julius Fischer aus Leipzig!

Dieser Mann ist Teil eines Poetry Slam Teams. Und dabei waren sein Partner André Herrmann und er nicht nur selbstbewusst und brachial genug, sich das „Team Totale Zerstörung zu nennen, nein. Sie waren auch so unbarmherzig und gnadenlos, diese Prophezeiung in die Tat umzusetzen. Sie haben heftig zerstört. Und das sogar zweimal. Julius Fischer darf sich deshalb zweimaliger Deutschsprachiger Poetry Slam Team Champion nennen. Das ist ziemlich geil.

Und:
Dieser Mann ist Teil einer Band. Ach was sage ich „einer Band“. Er ist Teil DER Band. „The Fuck Hornisschen Orchestra heisst sie. Zusammen mit seinem kongenialen Partner Christian Meyer hat er damit die deutschsprachigen Kleinkunstbühnen im Sturm erobert, dank Songs mit Titeln wie „Bahndammbrandmann“, „Wir weinen am liebsten im Sitzen oder „Hoffnung 3000“ und der besten DJ-BoBo-Parodie der Welt („Hope“). Das blieb auch vom Fernsehen nicht unbemerkt: „The Fuck Hornisschen Orchestra moderiert seit 2014 die MDR-Sendung „Comedy mit Karsten“. Julius Fischer ist also nicht nur im Fernsehen, sondern dazu auch noch Sänger, Gitarrist und Pianist in einer Band, die „Fuck“ im Namen trägt. Das ist auch geil.

Und:
Dieser Mann ist Teil eines Gerichtsstreits. Sein Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure hatte letztes Jahr eine Klage des „Wanderhuren-Verlags“ Droemer Knaur am Hals, und zwar mit folgendem Argument: Leser könnten beim Anblick von Julius Fischers Buch glauben, einen echten Band der Reihe „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz vor sich zu haben. Langer Rede kurzer Sinn: Droemer Knaur haben verloren, Julius Fischer hat gewonnen, Dummheit null, Satire eins. Sehr geil.

Aber:
Julius Fischer ist nicht nur einfach Teil von Dingen. Julius Fischer ist ein Teil! So ein richtiges Teil! Also so ein richtiges Teil! Ein Schwergewicht! Er wiegt schwer! Also: er wiegt schwer in der Poetry Slam- und Kabarettszene. Also er wiegt nicht körperlich schwer, sondern geistig. Im geistigen Sinne dafür aber sehr körperlich, also nicht korpulent, sondern körperlich im Sinne von Muskelpaket. Ein literarisch kabarettistischer Muskelprotz, so. Mit Muskeln im Kopf zum so brillant Denken und Muskeln im Hals zum so zauberhaft Singen und Muskeln im Arm zum so schön Gitarre- und Klavierspielen und Muskeln im Auge zum so scharf Beobachten und Muskeln im Ohr zum so genau Zuhören und Intonieren und Muskeln im Herz zum so feinfühlig poetisch wahr Sein und Muskeln in den Augenlidern zum Zwinkern und Muskeln in den Händen zum Winken und Muskeln im Nacken um sich das heiligseidige Muskelhaar aus dem muskulösen Gesicht zu werfen und Muskeln in den Waden und Muskeln in den Lippen und Muskeln in den – ich schweife ab.

Kurz gesagt:
Julius Fischer gehört zu den derzeit brillantesten Köpfen auf deutschsprachigen Bühnen. Ja, der Satz wiegt schwer, aber er ist wahr. Wie Julius Fischer selbst.

Julius Fischer ist Teil von vielem, aber vor allem ist er ein Teil für sich. Ein Teil für uns. Ein Teil für die Welt! Und vor allem, am 23. Februar, an diesem Abend, ein Teil der Lesebühne Rauschdichten. Wir freuen uns sehr, kommt vorbei. 20:00 im Musigbistrot Bern.

Es grüsst Euch
Renato Kaiser
Im Namen der Rauschdichter