— Renato Kaiser

Lesebühne Rauschdichten mit Lea Streisand

Liebe Rauschdichtenfreunde!

Hier erstmal die blutten Infos:

Datum: 30. Juni 2014

Ort: Musigbistrot (Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern), www.musigbistrot.ch

Beginn: 20:00

Eintritt: 15 CHF, für Studenten: 10 CHF

Special Guest: Lea Streisand aus Berlin! – Die derzeitige Grand Dame der grossartigen Berliner Lesebühneszene beehrt uns mit kurzweiligen Kurzgeschichten mit lang anhaltender Langzeitwirkung. Ein bisschen schnoddrig, ein bisschen schmutzig, sehr unterhaltsam und sehr schön – wie Berlin.

Ankündigung:

Am kommenden Montag, 30. Juni steht das nächste Rauschdichten vor der Tür, wie gewohnt mit denStammrauschdichtern Christoph Simon, Sam Hofacher und mir, Renato KaiserDiese dreigespaltene, kleinbürgerlich verschreckte bis grossbäuerisch aufgeplusterte Provinzposse mit wohltuend natürlich gewachsener Grossstadt-Grandezza herzhaft aufmischen wird die derzeitige Königin der Berliner Lesebühnenszene:

Lea Streisand aus Berlin

LeaStreisand

Für die letzte Ausgabe vor der Sommerpause haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und kredenzen Euch die grossartige, fabulöse, unvergleichliche, atemberaubende, oft kopierte, nie erreichte Lea Streisand!

Lea Streisand!

Le-a!

Strei-sand!

Streisand…?

Was? Wie: kennt Ihr nicht? Hallo? Hallooo? (Um meiner Empörung den verdienten Ausdruck zu verleihen, bitte stellt Euch dieses Wort jetzt im breitesten Zürcherdialekt vor, mit einem proletenhaft-kehlig geröhrten dunklen “a”)Hoallo?

Lea Streisand? Unersetzliche Stammleserin der Lesebühne “Rakete 2000”? Gründerin der Veranstaltungsreihe“Hamset nich kleina”? Essenzieller, wenn nicht sogar sinngebender Teil der Anthologie “Sex – von Spass war nie die Rede” (2008)? Mit dem bahnbrechenden Comeback in der überraschenden Fortsetzung “Sex – von Spass war nie die Rede 2” (2009)? Ein Erfolg, der direkt in die Textsammlung “Das war nicht ich, das waren die Hormone”(2010) mündete? Und abgeschlossen wurde durch das resümierend nachdenkliche “Macht Sex Spass – Ja, nein, vielleicht weiss nicht” (2012, allesamt herausgegeben vom geschätzten Kollegen Volker Surmann)? Kennt Ihr alles nicht? Ja dann habt Ihr einiges nachzuholen! Aber keine Bange: Falls Ihr wegen dieser tendenziösen Einleitung denkt, es erwarte Euch eine Therapiesitzung der Selbsthilfegruppe für sexuell frustrierte Grossstädter, kann ich Euch beruhigen. Einerseits ist mir bewusst, dass unser Publikum in sexueller Hinsicht nicht nur bis in die Haarspitzen aufgeklärt, sondern auch überdurchschnittlich aktiv ist und zudem grösstenteils in Bern wohnt. Der durchschnittliche Rauschdichten-Gast ist daher sexuell weder bedürftig noch frustriert und am allerwenigsten von allem ist er Grossstädter. Und andererseits verfügt Lea Streisand über eine weitaus beeindruckendere literarische Bandbreite als es meine gewohnt reisserische Ankündigung vermuten lässt. Sie ist seit über zehn Jahren gern gesehener Gast auf Lesebühnen, Poetry Slams und Lesungen im gesamten deutschsprachigen Raum, Kolumnistin bei Radio Eins in der Sparte Comedy, Autorin bei der Tageszeitung TAZ – unter anderem seit November 2013 mit dem Fortsetzungsroman “Der Lappen muss hoch” – und Verfasserin ihres neusten Werkes “Berlin ist eine Dorfkneipe” (2012 erschienen im Periplaneta Verlag).

Und wen das immer noch nicht beeindruckt: Das Musik-Duo “Duck Sauce” zeigte sich von der Persönlichkeit und Arbeit Streisands so begeistert, dass sie ihr ein Lied schrieben und widmeten, das in den Jahren 2010 und 2011 unter anderem in der Schweiz auf Platz eins der Charts landete.

Wie bitte? Kennt Ihr auch nicht? Doch, bestimmt kennt Ihr es. Es geht in etwa so:

“Uüüüuüüüü-üüuuuüüüü-üuuuuüüüü-üuu
Uüüüuüüüü-üüuuuüüüü-üu – Lea Streisand.
Uüüüuüüüü-üüuuuüüüü-üuuuuüüüü-üuu
Uüüüuüüüü-üüuuuüüüü-üu – Lea Streisand.”

Aus all diesen Gründen empfehle ich Euch von Herzen, am Montag, 30. Juni 2014 ins Musigbistrot Bern zum Rauschdichten zu kommen. Lea Streisands Geschichten sind schlau, lustig und poetisch, mit Herz geschrieben, mit Hirn verfeinert und vorgetragen mit der zu Recht berühmten und zu Unrecht berüchtigten Berliner Schnauze – zumindest im Falle von Lea Streisand. Christoph Simon, Sam Hofacher und ich freuen uns – um den sexuellen Bogen zu schliessen – eine Siegessäule ins Höschen und begrüssen euch in der Dorfkneipe Eures Vertrauens, im Musigbistrot. Denn da – um den grossstädtischen Graben zu schliessen – steppt der Bär! Hö hö. Waisch. Bärlin. Bärn. Bärn. Bäregrabä. Bäm! Wortschpiili!

Wie dem auch sei:

Es grüsst Euch

Renato Kaiser

Nur teilweise im Namen der Rauschdichter.

Christoph Simon und Sam Hofacher distanzieren sich von Wortspielen und Sexualität. Jeglicher Art, ja.

 

Allgemeine Infos:
Rauschdichten-Text: Wie gewohnt wird einer der Auftretenden im Laufe des Abends spontan einen Text schreiben und vortragen. Zur Verfügung stehen dabei fünf Begriffe aus dem Publikum, eine halbe Stunde Zeit und eine ganze Flasche Rotwein - because that puts the "Rausch" into the "Rauschdichten"!
Zwei Sachen sind neu: 
Erstens: Wir beginnen um 20:00 Uhr. Warum? Damit die weither gereisten Zuschauer aus dem Ausland noch mit dem Nachtzug direkt wieder zur Arbeit fahren können.
Zweitens: Das Rauschdichten findet nicht mehr zehn Wochen lang jeden Montagabend statt. Sondern neu monatlich. Und zwar jeden letzten Montag des Monats. Warum? Damit ihr dazwischen länger Zeit habt, eure aufgeheizte Libido runterzukühlen. Die nächsten Daten sind daher planmässig:
Juli und August ist Sommerpause. Nächste Daten:
29. September 2014 mit Harry Baker aus London, Poetry Slam Weltmeister 2012
27. Oktober 2014 mit Andivalent aus München, die Poetry Slam Entdeckung 2014
24. November 2014 mit Kilian Ziegler aus Olten, Poetry Slam Wortspielkönig und Kabarett-Shootingstar
29. Dezember (fällt eventuell aus wegen Silvester/Neujahr, Infos folgen noch)
Folgende Termine, Infos zu den Special Guests folgen noch:
26. Januar 2015
23. Februar 2015
30. März 2015
27. April 2015
25. Mai 2015
29. Juni 2015
Genau Infos zu den Daten erhaltet ihr per Newsletter, Facebook, www.musigbistrot.ch und vielleicht auf…
Drittens: ... www.rauschdichten.ch! Wir arbeiten an einer eigenen Homepage.