— Renato Kaiser

Bilder mit Hitler

Neurosenstolz in Bern und ein Pissoir in Luzern

Um es gleich vorwegzunehmen: Der Beitrag hier hat mit Hitler nichts zu tun. Man sagte mir nur, mit Reizwörtern könne man mehr Leser generieren. Und Hitler ist das reizendste, das ich kenne. Also das Wort. Hitler selbst finde ich alles andere als reizend, obwohl ich ihn natürlich nicht persönlich kenne. Auf jeden Fall ist das hier die Fortsetzung des Beitrages “Memento mit Bildern”, der – so sagten mir ein Netz-Spezialist – keine genügende Reichweite gehabt hätte, weil ich eben kein prägnantes Reizwort gewählt hätte, sondern im Gegenzug mit “Memento” eines, das keiner verstehen würde. Ich bin mir zwar sicher, dass Ihr alle, liebe Leserinnen und Leser, dieses Wort kennen und nur der besagte Netzspezialist nicht. Ich hingegen weiss dafür nicht, was “Netzspezialist” heissen soll. Aber ja. Versuchen wir es halt mal mit Hitler.

Das System ist dasselbe wie beim letzten Mal: Ich durchstöbere mein Archiv der letzten Wochen und Monate und versuche mich anhand der Fotos zu erinnern, was so passiert ist. Wuala!

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Oben seht Ihr einen Auftritt von mir bei einer Hochzeit (wie Ihr seht, müssen sich die abgebildeten Gäste keine Sorgen bezüglich Datenschutz machen, da ich sie ohne Ausnahme dermassen unvorteilhaft fotografiert habe, dass sie nicht befürchten müssen, im wahren Leben erkannt zu werden). Das ist nicht das erste Mal und macht mir immer wieder grossen Spass. Es war aber das erste Mal, dass ich auf Wunsch des Brautpaares einen Text über die beiden geschrieben habe. Das machte mir zwar auch grossen Spass, wie viel der Text jedoch mit dem Wunsch des Brautpaares zu tun hatte, war vielen Gästen spätestens dann nicht mehr klar, als ich – vermeintlich – den Bräutigam als “halb abgebissene angelutschte Lakritzstange” beschrieb und die Braut als “einen Kopf grösser als er und mit einem derart breiten Kreuz gesegnet, dass es einem Schwingerkönig den kalten Angstschweiss aus seinem inferioren Stiernacken getrieben hätte”. Warum trotzdem alle glücklich waren und man mich unbedingt für Hochzeiten buchen sollte, erklär ich euch in einem nächsten Video/Beitrag (Bäm! Cliffhanger!). Um das Thema “Hochzeit” angemessen abzuschliessen, hab ich darunter ein Bild von einem natürlich in Stein gewachsenem Herzen (aufgenommen am Rheinfall in Neuhausen) angehängt. Uhuere romantisch!

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Und wenn wir schon bei romantisch sind: Oben seht ihr das wunderschöne Brunnen am Vierwaldstättersee nach dem ebenfalls wunderschönen Poetry Slam im Espas, moderiert von dem auch ein bizli wunderschönen Kilian Ziegler, gewonnen von der über alle Massen wunderschönen Slamkanone Flo Cieslik aus Köln. Darunter seht Ihr ein Pissoir in Luzern.

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Auf dem obigen Bild seht ihr den unvergesslichen Geburtstagsslam der geschätzten Katharina Schmidt. Sie wird auf dem Bild (ja genau auf dem Bild!) 18 Jahre alt (Herzlichen Glückwunsch auch hier noch einmal), trägt ein Diadem, das der spätere Sieger Michu Frei (der Pin Up Boy der letzten Bilderschau, Ihr erinnert Euch) mit Stolz übernahm, Katharinas Freundin Fabienne hält Damian Funk in den Händen (das lassen wir mal so stehen), Katharinas Mutter ist Losfee und trägt Flügelchen. Also alles ganz normal. Und das Bild mit dem Mülleimer ist aus dem Internet und lustig.

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Das auf dem oberen Foto ist das Team Neurosenstolz. David Friedrich aus Hamburg, rechts auf dem Bild, ist eigentlich ziemlich gutaussehend und sieht im wirklichen Leben nicht aus wie Kermit der Frosch. Björn Dunne aus Berlin hingegen, links auf dem Bild, sieht in echt genau so gut aus wie auf dem Foto. Aber nur auch nur aus der Perspektive. Sie beide haben im Mai das Rauschdichten-Publikum im Musigbistrot mit grossartig absurdem Humor, heftigen Punchlines und wahnwitziger Reimerei entzückt. ENTZÜCKT! Schönes Wort, jaja. Darunter seht Ihr, wie ich mich über das Buch des vielversprechenden und alles-auch-einhaltenden Andivalent freue. Noch mehr freue ich mich zu verkünden, dass dieser in jeglicher Hinsicht bemerkenswerte Slam Poet aus München die Lesebühne Rauschdichten im Oktober als Special Guest beehren wird!

Das war es auch schon für dieses Mal. Für alle, die es bis hierhin geschafft haben, obwohl sie sich fürchterlich über das kitschige Pfützenherzbild weiter oben aufgeregt haben, habe ich hier noch die ein klein wenig ergänzte Version für Desillusionierte. Ade!

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