— Renato Kaiser

Verheissungsvoller Start oder erneuter gescheiterter Versuch?

Heute war und ist ein dermassen toller Tag, dass mir direkt danach ist, ihn kurz Revue passieren zu lassen. Und weil mir ausgezeichnete, zwar meistens selbsternannte, Webspezialisten schon oft geraten haben, dies doch in einem Blog zu tun, mache ich dies hiermit. Weil sie mir des Weiteren empfahlen, mich kurz zu halten, habe ich mir vorgenommen, mir nicht mehr als 20 Minuten für jeden Eintrag zu nehmen. Man verzeihe mir daher allfällige inhaltliche, formelle und sinnhafte Fehler in gleichem Masse wie der gleichnamigen Gratiszeitung. Ausserdem werde ich auf Verlinkung, Unterstreichung oder Fettmacherei (da fängts schon an, den korrekten Begriff werde ich jetzt nicht nachforschen, sondern in einer schwafeligen Klammerbemerkung entschuldigen. Tschuldigung.) verzichten. Aus Zeitgründen und wegen gnnänäänääääkailuschtgopfertelli!
Wie dem auch sei. Heute hatte ein Mittagessen mit der höchst talentierten und schwer in Ordnung seienden Lika Nüssli aus St. Gallen in dem im ähnlichen Masse empfehlenswerten Kafi Franz im Linsebüel-Quartier. Inhalt des Gesprächs ist nicht nur privat, sondern auch saumässig langweilig geschäftlich (für den Leser, nicht so für das Kaiser-Nüssli-Konglomerat, natürlich, aber äbä). Danach hatte ich das aussergewöhnliche Vergnügen, in meiner ehemaligen Kanti (Am Burggraben) vor 300 äusserst begeisterungsfähigen und mein ausuferndes Geschwafel nicht nur aushaltenden, sondern seltsamerweise schätzenden SchülerInnen (Gendering unter Zeitdruck, krawumm!). Ich erzählte, dass Strassen- oder Gangstarap ja gut und recht sei, aber Bushido in hohem Masse whack (ja, ich hab auch Jugendsprache benutzt), auf Wunsch “das dumme Kind” inklusive Pädophilie-Endpointe vorgetragen und bin daran gescheitert, einen jugendlichen iPad-Besitzer moralisch blosszustellen. Auf meine Frage “Was machst du mit dem Ding hauptsächlich?” antwortete er: “Lesen.”. Bäm. Mitten in meine vorlaute Fresse rein. Aber recht so. Wunderschön wars!
Und jetzt befinde ich mich auf dem Weg zur Kammer im Pfauen in Zürich, wo ich unter anderem dem immer zuhörenswerten Gast Mike Müller und dem grandiosen Österreicher Liedermacher Christoph Teussl lauschen werde. Und da ich bereits am Züri Flughafen bin, meine Zeit abläuft und der Text bestimmt wieder zu lang geschimpft wird, breche ich hier ab.
Wird dies nun der verheissungsvolle Start eines kaum gelesenen Blogs oder ein weiterer gescheiterter Versuch, dem Zahn der Zeit den Schmelz abzunagen? Wir werden sehen…
Ach ja. Ein Bild brauchts, sagen sie. Voilà! (dedicated to Stefan Dörsing)

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