— Renato Kaiser

Kleiner Wienrückblick feat. Miss Lead

Kleiner Wienrückblick

Hallo zusammen, ich habe gerade einige zauberhafte Tage in Wien verlebt. Verlebt ist dabei aber wohl der falsche Ausdruck, weil ich diese Stadt wohl das erste Mal komplett nüchtern erlebt habe und ich muss sagen: Jesses, das ist ja furchtbar! Quatsch. Wien ist wunderschön. Und die Menschen darin auch. Zumindest, die, die ich getroffen haben. Von hier aus einen grossen Dank für die tollen Tage, Schnitzel und Veranstaltungen an Yasmin Hafedh, Markus Köhle, Mieze Medusa, Tschif Windisch, Jimi Lend, Andi Plammer, Def Ill, Selbstlaut, Klaus Lederwasch und selbstverständlich nicht zu vergessen: Miss Lead. Die Dame bringt nächsten Freitag ihre erste EP raus. Ich durfte Zeuge des atemberaubenden Pre-Release-Konzertes featuring Def Ill und Selbstlaut und muss sagen: Dope! Stellt euch einfach vor, dieses Wort hätte ein guter Rapper ausgesprochen und schon klingts nicht mehr so lächerlich wie aus meinem Mund.

Rückblick:

Am Montag war Open Mic im Headquarter beim erdumspannend einzigen vollumfänglichen coolen Dude Tschif Windisch.
Am Dienstag das schöne Slammer-Dichter-Weiter in der Alten Schmiede mit dem hochtalentierten, supersweeten und Jack-Wolfskin-Werbungs-bärtigen Klaus Lederwasch (behaltet den im Auge, ich versuche ihn auch ihn die Schweiz einzuzugen) und unter der Leitung von Grandmaster Godfather of Austria Slam Markus Köhle.
Am Mittwoch die legendäre 9-Jahre-Textstrom-Poetry-Slam-Party mit 17 Slammern, 4 Music Acts, 8 Rapslammern und zirka viereinhalb DJs. Eine der längsten Veranstaltungen, an der mir nicht langweilig wurde, obwohl ich nüchtern war. Und das erste Mal, dass ich bei Tageslicht aus einem Club trat und – nüchtern war. Warum eigentlich immer nüchtern? Und warum zur Hölle nüchtern in Wien? Nun: Ich befinde mich gerade in einem alkoholfreien Jahr, seit 18. November 2012. Ich bin also schon über die Hälfte. Mehr dazu aber ein andermal.
Am Mittwoch war der erste Gebärdenslam in Wien, der sehr inspirierend war, mir wiedermal das Gefühl gab “Ich muss unbedingt Gebärdensprache lernen” und schlussendlich zur Folge hatte, dass ich wenigstens in Gebärdensprache sagen kann: “Ich bin sehr dumm”. Auf jeden Fall war es eine sehr gelungene Veranstaltung im Theater Brett, unter der Leitung von El Awadalla und moderiert vom äusserst charmanten Supermann Jimi Lend.

Alles in allem eine wunderschöne Wienzeit, ich bedanke mich bei allen und vor allem bei all denen, die ich zu erwähnen vergessen habe. Bei einer hab ich’s absichtlich gemacht, weil sie das nicht so mag, du weisst Bescheid…

Auf jeden Fall wird das heute Abend abgerundet mit dem wunderbaren Bäckerei Poetry Slam in Innsbruck und morgen bin ich dann schon im Salzhaus beim Stadtfest Brugg.

Bussi!

Hier noch das schönste Foto der vergangenen Tage mit dem unvergleichlichen Tschif Windisch

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