— Renato Kaiser

Crowdfunding: Gute und schlechte Nachricht

Crowdfunding: Gute und schlechte Nachricht

Die Brugger Literaturtage waren wunderbar! Ein Nachbericht davon folgt, wenn ich wieder einigermassen bei Sinnen bin und meine Mitte gefunden habe – das heisst: nüchtern bin.

Nun aber erstmal zum Wichtigen und Geschäftlichen: Wir haben die 4500 Franken übers Crowdfunding erreicht! Vielen herzlichen Dank an die zahlreichen Unterstützer, oder “Booster” wie es www.100-days.net so mächtig und leicht pornös nennt. Mich freut es vor allem sehr, dass es ganz viele kleine Beiträge waren, die diesem Buch zum Erscheinen verhelfen werden. Basisdemokratisch ist das! Volkswahl gar! Die SVP wäre begeistert!

Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Es ist uns tatsächlich noch eine Stiftung abgesprungen. Das könnte jetzt natürlich ein billiger Werbetrick sein, um euch noch mehr Geld abzuknöpfen, damit ich mir eine Insel kaufen kann. Ist es aber nicht. Die Inseln sind alle belegt oder überschwemmt. Es geht also wirklich noch ums Projekt. Auf http://www.100-days.net/de/projekt/uufpassae-noed-aapassae könnt ihr daher weiter das Buch unterstützen und Goodies dafür kriegen. Es ist auf der Website möglich, das Projekt über die 100 Prozent zu unterstützen. Es bleiben uns also noch 27 Tage, dies zu tun. Ihr dürft natürlich aber auch andere Projekte auf der Webseite unterstützen, ich hab ja die 4500 Franken schon auf sicher. Aber das wisst ihr ja selber, ihr seid mündige Bürger! Und Bürgerinnen! Ha!

Um noch eines klarzustellen: die 4500 Franken reichen bei weitem nicht, das Buch zu finanzieren (ein paar Freunde meinten das). Da es ein bezauberndes Buch mit CD und Illustrationen ist, gehören einige Dinge und Leute bezahlt, wie zum Beispiel das Tonstudio, der fantastische Musiker Enrico Lenzin, der überragende Illustrator Sascha Tittmann, der Druck, etc. etc. Und die genannten Künstler machen das schon einigermassen unterbezahlt und trotzdem so begeistert, dass ich wirklich ein klein wenig ein schlechtes Gewissen habe. Erleichtert es mir!

Oder ein weiteres Beispiel: Viele Leute (vor allem angefragte Sponsoren und Stiftungen) sagen: “Ey du kleiner Kulturschmarotzer du!” (also sie sagen es schon netter). “Du hast doch den Förderpreis der St. Gallischen Kulturstiftung gewonnen! Stell dich nicht so an! Bettel doch am Bahnhof, du Sack!” (sie sagen es wirklich netter).

Fakt ist aber: die entsprechenden 5000 Förderpreis-Franken stecken bereits vollumfänglich in diesem Projekt. Dazu kommen noch Gelder aus dem eigenen Sack von mir und meiner Agentur. Das Ding ist wirklich teuer. Aber ich kann euch versprechen: Es wird mir und bestimmt auch euch teuer sein! Ha! Wortspiel! Aber wahr.

Darum! Unterstützt das Ding weiter und geniesst dann die Sexiness von “Uufpassä, nöd aapassä!”!

Um euch zu zeigen, wie geil das Ding wird, seht ihr hier unten noch eine der wunderbaren Illustrationen von Sascha Tittmann.